Der Fetisch: Von den Füßen über die Kleidung zum Ohrläppchen

Dienstag, 19.04.2016

"Ja Baby, deine Kniescheiben turnen mich an!" – Zieht ein Mensch seine sexuelle Erregung aus bestimmten Körperteilen oder einem unbelebten Gegenstand, spricht man von einem Fetisch. Woher dieses Phänomen kommt und welche Auswirkungen er haben kann, erfährst du hier.

Nicht jeder Mensch findet die gleichen Dinge attraktiv, so viel ist klar. Es gibt jedoch Personen, die sich mit ihren sexuellen Phantasien auf spezielle Objekte, Materialien oder Körperteile fixieren.

Was ist ein Fetisch genau?

In der heutigen Zeit wird oft schon eine sexuelle Neigung als Fetisch bezeichnet, wodurch Praktizierende sich oft diskriminiert fühlen. Doch laut der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz ICD) ist ein Fetisch der "Gebrauch toter Objekte als Stimuli für die sexuelle Erregung und Befriedigung". Dies gilt aber nur wenn dieser Zustand länger als sechs Monate anhält und "in unterschiedlichen Funktionsbereichen Leiden und Beeinträchtigung bei den Betroffenen oder ihren Objekten verursacht".

Sind "besondere" sexuelle Neigungen schlimm?

Es klingt nun so, als wäre ein Fetisch eine Krankheit. Es kommt jedoch oft darauf an, um welche Vorlieben es sich handelt, da die meisten dieser sexuellen Präferenzen wie z.B. ein Latex-Fetisch eher harmlos sind und niemandem schaden. Als "krank" bezeichnet man einen Fetischisten nur, wenn dieser nur noch von der einen Sache erregt wird und auf keine andere Weise zum Höhepunkt kommen kann, oder sogar dazu verleitet wird, Menschen oder Tieren zur eigenen Befriedigung Schmerzen zuzufügen.

Woher kommt ein Fetisch?

Die Ursachen für die Entstehung sind bis heute weitgehend ungeklärt, wobei es einige Theorien dazu gibt. Es gibt zum Beispiel den Ansatz, dass ein fetischistisches Verhalten nicht vererbbar ist, frühe Kindheitserfahrungen aber zu einer solchen Prägung beitragen können. Eine andere Theorie geht davon aus, dass nur noch die gewissen Attraktivitätsmerkmale (z.B. schöne, lange Beine) betrachtet werden – nicht die Person an sich – und diese dann stark überbewertet werden, also zu einem Fetisch werden.

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Ob Beine, High Heels oder Wäsche: Es gibt unendlich viele Arten eines Fetischs.

Beine, High Heels oder Unterwäsche: Ein Fetisch kann sich auf alles Mögliche richten!

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