Der Dildo und seine Geschichte – Von Heil- zum Spaßmittel

Montag, 23.09.2013

Hinter dem Dildo verbirgt sich eine langjährige Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Hier erfahren Sie, wie aus einem ursprünglichen Heilmittel ein erotisches Lustobjekt wurde.

Die ersten Nachweise, dass der Dildo Teil der griechischen Gesellschaft war, reichen rund 3000 Jahre zurück. Damals war er unter dem Namen "Olisboi" bekannt und bestand aus Ton. Innen war er allerdings hohl und konnte mit warmem Wasser befüllt werden.

Von den Griechen zu Kleopatra

Bildnisse belegen, dass es bereits in der Antike unterschiedliche Ausführungen des "Olisboi" gab – unter anderem mit zwei Enden. Damals war der Vorgänger des Dildos jedoch nicht als reines Lustobjekt zur Selbstbefriedigung gedacht, sondern als Hilfsmittel, mit dem der Mann seine Frau stimulieren konnte. Doch das war nicht dessen einziger Nutzen: Der Dildo wurde ebenso dazu eingesetzt, um Unterleibsschmerzen zu lindern.

Auch Kleopatra, die zwischen 69 und 30 vor Christus lebte, wusste um die Vorzüge des Dildos. Angeblich war sie im Besitz eines Helferleins aus reinem Marmor, benutzte ihn allerdings eher selten für medizinische Zwecke. Zu Zeiten der Renaissance geschah es dann, dass nicht nur die Kunst der Antike, sondern auch die Verwendungszwecke des Dildos aufgegriffen wurden.

Der Dildo im Wandel der Zeit

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Während der Renaissance diagnostizierten Mediziner unterschiedliche psychische Erkrankungen, die sie mithilfe des Dildos behandeln wollten. Allerdings waren die Definitionen der damaligen Krankheiten andere als heute. So galten erotische Fantasien und Nymphomanie als psychische Störung. Mit dem Stimulieren und Hervorrufen des Orgasmus wollten die Mediziner der Renaissance diesen Erkrankungen zu Leibe rücken.

Auch bei diagnostizierter Melancholie, Nervosität, Atemnot und Schlaflosigkeit rieten Ärzte zum Einsatz des Dildos. Bis in die 1920er Jahre war es sogar üblich, dass für Dildos und Vibratoren als medizinisches Gerät in Hausfrauenzeitschriften geworben wurde. Spätestens mit der 68er-Bewegung etablierte sich das Sexspielzeug weitestgehend und erfreute sich immer größerer Beliebtheit – bis heute.

Erotische Leidenschaften der Frau können oft auch mit Hilfe von Sexspielzeug hervorgerufen werden.

Das richtige Gleitmittel kann den Einsatz von Sextoys wesentlich erleichtern.

 

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