Das erste Mal – Später Start hat Vorteile

Montag, 28.10.2013

Wer bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus noch keinen Sex gehabt hat, wird häufig von Gleichaltrigen gehänselt. Experten zufolge hat das späte erste Mal aber auch Vorteile.

In Rahmen einer Studie hat die Psychologin Dr. Paige Harden von der University of Texas in Austin, USA Daten von 1.659 gleichgeschlechtlichen Geschwisterpaaren ausgewertet. Die Daten entstammten einer amerikanischen Langzeitstudie, für die die Probanden in regelmäßigen Abständen über mehr als zehn Jahre befragt worden waren. Die Geschwisterpaare machten dabei unter anderem auch Angaben darüber, in welchem Alter bei ihnen das erste Mal stattgefunden hatte und welche Qualität bestehende Beziehungen auszeichnete.

Das erste Mal und folgende Beziehungen

Für die Auswertung der Daten teilte Harden die Studienteilnehmer danach ein, in welchem Alter das erste Mal stattgefunden hat. Sie bildete drei Gruppen nach den Kriterien: sexuelle Erfahrungen vor dem 15. Lebensjahr, zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr und nach dem 19. Lebensjahr. Es zeigte sich, dass Probanden der dritten Gruppe, die das erste Mal erst nach dem 19. Lebensjahr erlebt hatten, deutlich glücklicher und zufriedener in ihren Beziehungen waren als die Vergleichsgruppen. Dieses Ergebnis hatte auch nach Berücksichtigung genetischer Faktoren und Umweltbedingungen Bestand. Auch konnte es nicht durch Bildung, Einkommen, zugehöriger Religion, sozialem Umfeld oder äußerlichen Faktoren wie Gewicht oder Attraktivität erklärt werden.

Macht früher Sex wählerischer?

Harden vermutet, dass Menschen, die das erste Mal bereits sehr früh erlebt haben, wählerischer bei der Partnerwahl sind als Menschen, die erst spät sexuelle Erfahrungen gemacht haben und dadurch Beziehungsmuster anders entwickeln. "Menschen, die intime Beziehungen erst im jungen Erwachsenenalter eingehen, nachdem sie bereits eine kognitive und emotionale Reife haben, entwickeln möglicherweise effektivere Beziehungsfähigkeiten als Menschen, die Beziehungsmuster schon kennenlernen, wenn sie selbst noch Teenager sind", so Harden. Zu sagen, dass der Verzicht auf Sex jedoch grundsätzlich gut für Jugendliche ist, sei der Forscherin zufolge eine starke Vereinfachung. Einige frühere Studien beispielsweise konnten zeigen, dass Teenager, die sexuell aktiv waren, seltener Verhaltensauffälligkeiten zeigten als enthaltsame Gleichaltrige.

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