Coitus interruptus & One-Night-Stand – Russisch Roulette

Freitag, 28.02.2014

Ob der Coitus interruptus überhaupt als Verhütungsmethode bezeichnet werden sollte, ist strittig. Bei einem One-Night-Stand jedenfalls ist davon noch mehr abzuraten als ohnehin schon.

In der Theorie erscheint der Coitus interruptus zumindest für Paare eine Verhütungsmethode zu sein, die durchaus ihre Vorteile hat: Wird der Penis tatsächlich vor dem Samenerguss aus der Vagina gezogen, kann eine ungewollte Schwangerschaft auch ohne Hormone, Spirale oder aufwendige Rechenmethoden verhindert werden. In der Praxis jedoch versagt die Methode aufgrund verschiedener Faktoren häufig. Einige dieser Faktoren sind auch ein eindeutiger Indikator dafür, auf gar keinen Fall bei einem One-Night-Stand mit dem Coitus interruptus zu verhüten.

Risiken beim Coitus interruptus

 

Um mit dem Coitus interruptus eine ungewollte Schwangerschaft erfolgreich verhindern zu können, ist eine absolute Körperbeherrschung des Mannes nötig. Denn dieser muss ganz genau bemerken, wann sein Orgasmus kurz bevorsteht, und dann rechtzeitig handeln. Vor allem jüngere und unerfahrene Männer haben aber häufig Probleme damit, den Zeitpunkt des Orgasmus genau bestimmen zu können. Ein weiteres Problem: Auch schon vor dem eigentlichen Orgasmus können mit dem sogenannten Lusttropfen Spermien abgegeben werden.

Aber nicht nur die Gefahr einer Schwangerschaft spricht dagegen, bei einem One-Night-Stand mit dem Coitus interruptus zu verhüten – auch die Gefahr, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken, ist bei dieser Methode gegeben. Vor allem bei einem One-Night-Stand mit einem Menschen, den Sie kaum kennen, lässt sich das Risiko nicht einschätzen. Für eine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Tripper reicht bereits der Hautkontakt aus. Das bedeutet, dass selbst dann die Gefahr einer Infektion besteht, wenn der Coitus interruptus eigentlich erfolgreich durchgeführt wurde. Auch lebensgefährliche Infektionen, wie beispielsweise mit HIV, können dabei nicht verhindert werden.

Beim One-Night-Stand lieber Kondome verwenden

 

Aufgrund der hohen Fehlerquote ist der Coitus interruptus als Schwangerschaftsverhütung nicht empfehlenswert. Bei einem One-Night-Stand kommt der Unsicherheitsfaktor bezüglich eventuell bestehender Geschlechtskrankheiten des Sexpartners hinzu. Weil sexuell übertragbare Krankheiten seit einigen Jahren auch in Deutschland wieder auf dem Vormarsch sind, sollte das Risiko einer Infektion nicht unterschätzt werden. Den besten Schutz vor solchen Erkrankungen bieten immer noch Kondome, die ohnehin das Verhütungsmittel der ersten Wahl sein sollten, wenn der Sexpartner nahezu unbekannt ist.

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28.02.2014 15:08
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