Chlamydien behandeln: Was hilft dagegen?

Montag, 28.04.2014

Chlamydien gehören zu den besonders weit verbreiteten Geschlechtskrankheiten, die außerdem schwere Folgen haben können. Dabei lassen sie sich eigentlich gut behandeln.

Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien, die ganz unterschiedliche Erkrankungen auslösen können. Dem Medizinportal "Onmeda" zufolge führen vor allem drei Erreger-Typen beim Menschen zu Infektionen: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Verantwortlich für die Infektionen der Genitalien und Harnwege ist Chlamydia trachomatis.

Therapie von Chlamydien

Da die Ursache der Geschlechtskrankheit eine bakterielle Infektion ist, kommen für die Behandlung von Chlamydien Antibiotika infrage. Üblicherweise werden dafür Mittel wie Doxycyclin, Amoxicillin, Azithromycin oder Erythromycin eingesetzt, mit der sich die Krankheit schnell eindämmen lässt.

Die Behandlungsdauer sollte mindestens eine Woche betragen, in einigen Fällen kann eine längere Einnahme der Medikamente nötig sein. Auf keinen Fall sollte die Therapie frühzeitig beendet werden, selbst dann nicht, wenn die Symptome bereits vollständig abgeklungen sind. Andernfalls kann nicht sichergestellt werden, dass die Infektion tatsächlich überwunden ist. Ganz wichtig ist zudem, dass auch der Partner mitbehandelt wird, da die Chlamydien ansonsten immer wieder von einem zum anderen übertragen werden können.

Chlamydien können nicht nur an den Genitalien eine Infektion, sondern auch eine Entzündung der Augen auslösen, ein sogenanntes Trachom. Dieses wird laut den Experten von "Netdoktor.de" üblicherweise mit einer Tetrazyklin-Augensalbe behandelt. Ist das Trachom besonders ausgeprägt, kann sogar eine Operation nötig sein.

Folgen einer Chlamydien-Infektion

Eine Infektion mit Chlamydien kann ohne Beschwerden verlaufen. Treten Symptome auf, sind diese häufig unspezifisch und werden deshalb nicht unbedingt mit der Geschlechtskrankheit in Verbindung gebracht. Bleiben Chlamydien unbehandelt, können sie schwerwiegende Folgen haben, etwa zu Unfruchtbarkeit führen oder eine reaktive Arthritis auslösen. Auch eine Infektion der Augen mit Chlamydia trachomatis kann gefährliche Komplikationen nach sich ziehen – unbehandelt kann es im schlimmsten Fall zu einer Erblindung kommen.

Um dies zu verhindern, ist eine frühzeitige Behandlung der Geschlechtskrankheit wichtig. Haben Sie den Verdacht, dass Sie sich möglicherweise mit Chlamydien infiziert haben könnten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Chlamydien: Symptome & Behandlung

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