Chlamydien begünstigen Krebsentstehung

Samstag, 22.11.2014

Es gibt zahlreiche Theorien, was zu einer Krebserkrankung beisteuern kann und was nicht. Eine neue Studie zeigt nun, dass Chlamydien ein Faktor sein könnten, die Krebs auslösen.

Theorien, was alles zu einer Krebserkrankung führen kann, gibt es wie Sand am Meer. Manche sind bis heute noch umstritten, einige seien jedoch beweisbar. Das wissenschaftliche Nachrichtenportal idw-online.de berichtet über eine neue Studie, die Einblicke in den Zusammenhang zwischen einer Chlamydien-Infektion und dem Auftreten bestimmter Krebsarten liefere.

Wichtige Schutzfunktion wird außer Kraft gesetzt

So habe das Forscherteam am berlinischen Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie der Abbau eines bedeutenden Schutzfaktors im Verlauf einer Chlamydien-Infektion aufmerksam gemacht. Das Fehlen des vom Körper selbst hergestellten Schutzfaktors Protein p53 führe zum programmierten Zelltod.  Das Gleiche habe man bei einer Krebserkrankung feststellen können.

Die Aufgabe des Schutzfaktor-Proteins p53

Das Protein p53 sei für die Reparatur mutierter Zellen zuständig und falls dies nicht mehr möglich sei, starte es den Todesprozess der negativ veränderten Zelle. So könne sich der Körper vor der Entstehung von Krebs schützen.

Was passiert bei einer Chlamydien-Infektion?

Laut Aussage des Forscherteams, bewirke eine Chlamydien-Infektion eine Erhöhung der Anzahl von mutierten Zellen und schalte das Protein p53 aus und somit die Möglichkeit, die Zellen rechtzeitig vernichten zu können. Das berlinische Forscherteam könne nun in Zusammenarbeit mit dem Max Delbrück-Zentrum und Wissenschaftlern aus Australien beweisen, dass das „Ziel“ von Chlamydien das Überleben der Wirtszellen sei, da sich der Erreger auf diese Weise ausbreiten könne. Dies habe jedoch Besorgnis erregende Folgen auf den menschlichen Organismus: Die mutierte Zellen könnten sich zu Krebszellen entwickeln.

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Es gibt viele Krebsursachen, manche davon sind bis heute noch umstritten. Eine Chlamydien-Infektion begünstigt laut neuen, wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Krebsentstehung.

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22.11.2014 15:30
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