Brustkrebs in der Schwangerschaft – Überlebenschancen gleich

Donnerstag, 20.03.2014

Sinken die Überlebenschancen, wenn Brustkrebs während einer Schwangerschaft diagnostiziert wird? Laut einer Studie gibt es keinen Unterschied zu nicht schwangeren Patientinnen.

Wenn die Schwangerschaft von einer Brustkrebsdiagnose überschattet wird, ist dies zunächst ein Schock. Werdende Mütter fragen sich, wie es um die eigenen Überlebenschancen und die des Kindes steht. Wie die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) informiert, können betroffene Frauen zumindest in einer Hinsicht aufatmen: Die Schwangerschaft schmälert entgegen der allgemeinen Annahme die Überlebenschancen der Mutter im Vergleich zu Frauen, die kein Kind erwarten, nicht. Das fanden Wissenschaftler im Rahmen einer Studie heraus, deren Ergebnisse sie im Fachblatt "Journal of Clinical Oncology" veröffentlichten.

Schwangerschaft beeinflusst Prognose nicht

Untersucht wurden bei der Studie die Daten von Brustkrebspatientinnen aus Deutschland und Belgien unter 45 Jahren, die während der Diagnose schwanger waren. Über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren wurden diese den Daten einer vergleichbaren Gruppe von Patientinnen gegenübergestellt, die bei der Brustkrebsdiagnose kein Kind erwarteten. Die durchschnittlichen Überlebenschancen waren in beiden Fällen gleich hoch, sodass die Schwangerschaft für eine erfolgreiche Behandlung nicht zwingend abgebrochen werden müsse.

Nachteilig könne sich laut der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) allerdings die häufig spätere Diagnose bei Schwangeren auswirken, weil deren Aufmerksamkeit in dieser Zeit verstärkt auf andere Dinge gerichtet ist.

Wie wird der Brustkrebs behandelt?

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Bei einer Brustkrebsbehandlung während der Schwangerschaft hängt die Behandlungsmethode sowohl von dem Stadium der bösartigen Wucherungen als auch von der Entwicklung des ungeborenen Kindes ab. Der Brustkrebs selbst schadet dem Kind nach aktuellem Forschungsstand zwar nicht, aber eine Chemotherapie kann vor allem in der Frühphase der Schwangerschaft zu Schäden führen.

Deshalb ist im Frühstadium des Brustkrebses die Brustoperation die erste Behandlungsoption. Um die Brust zu erhalten, muss nach einer konservativen Operation zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt werden. Diese ist laut der DGGG frühestens nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft möglich. Sollte das Kind bereits so weit entwickelt sein, dass es außerhalb des Mutterleibes überleben kann, raten manche Ärzte zu einem frühzeitigen Abbruch der Schwangerschaft, um das Kind zu schützen. Eine exakte Behandlungsempfehlung kann jedoch nur ein Arzt aussprechen.

Brustkrebs in der Schwangerschaft Überlebenschancen gleich

 

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