Bondage im Schulbuch? US-Eltern protestieren

Montag, 08.09.2014

Amerikanische Eltern wollen ein Schulbuch vom Lehrplan ihrer Kinder entfernen, weil es Themen wie Bondage, Sextoys und Selbstbefriedigung behandelt.

Wenn es nach einer Gruppe amerikanischer Eltern geht, sollen Neuntklässler lieber nichts über Bondage, Sexspielzeug und ähnlich explizite Themen erfahren. Zumindest scheinen die besorgten Erziehungsberechtigten nicht zu wollen, dass ihre Kinder darüber in einem Schulbuch lesen. Wie die "L.A. Times" berichtet, haben 1.500 Eltern aus der Stadt Fremont im nördlichen Kalifornien eine Online Petition unterschrieben, um "Your Health Today", ein Schulbuch zur Gesundheitserziehung für Neuntklässler, vom Lehrplan ihrer Kinder zu streichen. Laut den Unterzeichnern der Petition sei das von der Schulbehörde genehmigte Buch "extrem unangemessen" für Teenager, da es sexuelle Fantasien und Praktiken behandle.

Bondage und Co.: Kein Thema für Schüler?

Das Portal "Jezebel.com" zitiert aus der Petition. Das Gesundheitslehrbuch "konfrontiert Jugendliche mit Themen wie sexuellen Spielen, sexuellen Fantasien, sexueller Bondage mit Handschellen, Seilen und Augenbinden, Sexspielzeugen und Vibrator-Geräten sowie anderen Anweisungen, die extrem unangemessen für 13 bis 14-jährige Jugendliche sind." Besonders ein Absatz zum Thema Bondage – seit "Shades of Grey" auch außerhalb des Sexualkundeunterrichts in aller Munde – soll die Eltern zur Weißglut getrieben haben.

"In einer Stadt mit unterschiedlichen Ethnien und Religionen ist es dringendst anzuraten, dass Schulbücher zum Thema Sexualkunde von einem Komitee geprüft werden, das eine Vielzahl unterschiedlicher Gruppen repräsentiert, bevor die Bücher verwendet werden dürfen", wird ein Unterzeichner von der "L.A. Times" zitiert.

Verteidigung des Lehrplans

Der Vorsitzende der Schulbehörde des Bezirks, Jim Morris, verteidigt das Lehrbuch als "die beste Wahl hinsichtlich seiner Genauigkeit und der Übereinstimmung mit den kalifornischen Standards." Zu den Vorwürfen der Eltern sagt er: "Für die, die sich über die Behandlung von Themen wie das der menschlichen Sexualität sorgen – das Buch stellt nicht den Lehrplan zum Thema Gesundheit dar, es handelt sich lediglich um ein Hilfsmittel, das zum Unterrichten der Standards beitragen soll.

"Eltern könnten sich jederzeit dazu entschließen, ihre Kinder dem Unterricht fernbleiben zu lassen, so Morris, er selbst rate jedoch dazu, dass sie sich lieber mit ihren Kindern zusammensetzten, um ihre Besorgnis hinsichtlich des Buchs gemeinsam mit dem Nachwuchs durchzusprechen.Zum Sorgenthema Bondage heißt es abschließend bei "Jezebel": "Wissen die Eltern nicht, was ihre Kinder alles googeln können?"

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In Amerika wollen Eltern Schulbücher über Bondage, SM & Co verbieten lassen, um ihre Kinder zu schützen.

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08.09.2014 15:30
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