Bondage für den Briefumschlag – Briefmarken aus Finnland

Mittwoch, 30.04.2014

Ab September wird man in Finnland seine Briefe mit zwei homoerotischen Bondage-Motiven des Künstlers Tom of Finland frankieren können.

Tom of Finland, eigentlich Touko Laaksonen, lebte von 1921 bis 1991. Mit seinen Bondage- und SM-lastigen Motiven sowie den Darstellungen muskelbepackter, hypermaskuliner Männerfiguren gilt der finnische Illustrator nicht nur als Ikone der schwulen Subkultur der Leather und Bodybuilderszene, sondern auch als Vorreiter homoerotischer Kunst, dessen Arbeiten im Jahr 2009 sogar auf der Biennale in Venedig ausgestellt wurden. Jetzt ehrt die finnische Post den vor über zwanzig Jahren verstorbenen Künstler mit zwei offiziellen Briefmarken.

Bondage-Briefmarken ab September erhältlich

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Wie die finnische Post auf ihrer Website ankündigt, werden die beiden Tom of Finland-Briefmarken ab dem 8. September zum Auftakt der neuen Serie von Herbstbriefmarken erscheinen. "Tom of Finland gilt weltweit als einer der bekanntesten finnischen Künstler", heißt es auf "posti.fi", "seine eindrucksvoll maskulinen, homoerotischen Zeichnungen haben in ihrem Genre ikonischen Status erlangt und haben Einfluss auf Popkultur und Mode ausgeübt. In seinen Arbeiten benutzte Tom of Finland außerdem die für Subkulturen typische Selbstironie und entsprechenden Humor."

Die zwei Briefmarken zeigen natürlich die für Tom of Finland typischen, leicht bekleideten Muskelmänner: Die erste Marke zeigt einen uniformierten Polizisten oder Soldaten, der in Bondage-Pose über einem nackten Untergebenen thront. Auf der zweiten Marke prangt plakativ ein nacktes männliches Hinterteil.

Tom of Finland: Von der Subkultur ins Museum

Zusätzlich zur Veröffentlichung der homoerotischen Briefmarkenmotive, ehrt die finnische Post den Künstler außerdem mit einer Ausstellung im Postmuseum der Stadt Tampere. Unter dem Titel "Sealed with a Secret - Correspondence of Tom of Finland" werden seine Briefe und Zeichnungen ausgestellt.

Seit den 1950er-Jahren veröffentlichte Tom of Finland seine Darstellungen hypermaskuliner Biker, Polizisten, Matrosen oder Holzfäller. Wurden die homoerotischen Pin-ups damals noch als Bodybuilding- und Fitnessillustrationen getarnt, um die Zensur zu umgehen, erlangte Tom of Finland ab den 1970er-Jahren internationale Berühmtheit in der Schwulenszene und schließlich auch Anerkennung als einflussreicher Künstler und Illustrator – wovon auch die aktuelle Würdigung durch die finnische Post zeugt.

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30.04.2014 16:12
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