Bondage an der Uni? Akademischer Fesselkurs

Donnerstag, 27.03.2014

Anfang März begann an der renommierten Cornell University eine sogenannte "Sex Week". Auf dem Kursprogramm standen Bondage, Sextoys, Porno-Screenings und Fetisch-Workshops.

An der US-Elite-Uni Cornell steht ab März 2014 unter anderem auch Bondage auf dem Lehrplan. Denn während der zwölftägigen "Sex Week" wird in der US-Universität erstmals ein breites Programm von Veranstaltungen angeboten, die sich vor allem mit Identitäten und Praktiken abseits des sexuellen Mainstreams beschäftigen. Das Angebot reicht von Diskussionen zu LGBT-Problematiken über Sextoy-Aufklärung, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Pornofilmen bis zu Fetisch-Workshops und einer reich bebilderten Präsentation zum Thema BDSM. Die Cornell University schließt sich damit einer Reihe anderer US-Universitäten an, die sich mit neuer Aufgeschlossenheit in verschiedenen Veranstaltungsreihen dem Thema Sex widmeten.

Einführung in Sachen Kink: Bondage-Info an der Uni

"Einführungsveranstaltung Kink (mit Bildern)" heißt die Veranstaltung der Cornell Universität, bei der sich Interessierte über "die Welt von Kink, BDSM und Fetischen" informieren können. Hier werden Grundbegriffe und Ideen aus der Bondage- und SM-Szene vorgestellt und erklärt und unter Berücksichtigung von Aspekten wie "Consent" (gegenseitigem Einverständnis) und Sicherheit diskutiert. Die Einladung der Veranstaltung ist allerdings mit einer Warnung versehen: "Es werden Bilder von echten Menschen gezeigt, die ihrem Kink frönen. Seid bereit, sehr explizite Bilder zu sehen und denkt daran, euch eure tolerante Voreinstellung zu bewahren."
Laut dem Programm der "Sex Week" schließt sich an die bilderschwere BDSM-Vorlesung ein Brunch mit Diskussionsrunde an, bei dem die gewonnenen Eindrücke im Austausch mit den anderen Zuhörern und Vortragenden diskutiert werden können.

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Universitäre Sexwoche: Information und Aufklärung

"Was wir tun ist eine Campus-weite Reihe an Events auszurichten, die Leuten hilft, ihre Sexualität zu entdecken und sich mit der Sexualität anderer Studenten auf dem Campus auseinanderzusetzen", wird einer der Organisatoren der "Sex Week" vom Universitäts-Blog "Cornell Sun" zitiert. Das Ziel der Woche sei es außerdem, verschiedenen sexuellen Interessen der Studentenschaft ein Forum zu bieten und gleichzeitig durch Aufklärungsmaßnahmen das Risiko sexueller Übergriffe einzudämmen.  Allgemein soll es darum gehen, einen Dialog zum Thema Sex zu etablieren, der auch abseitigere Themen nicht ausschließt. Ob die "Sex Week" zu einer jährlich stattfindenden Tradition ausgebaut werden soll, wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

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27.03.2014 17:44
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