Bleibt die Aufklärung auf der Strecke? – Ärzte reden kaum über Sex

Mittwoch, 22.01.2014

Weder Ärzte noch Teenager tragen zur vernünftigen Aufklärung bei, wenn sie nicht über Sex reden. Gespräche darüber dauern meist nicht mal eine Minute, wie eine Studie herausfand.

Beim Thema Aufklärung sind nicht nur die Eltern gefragt. Auch Ärzte können Teenagern entscheidende Einblicke geben, wenn es um deren Sexualität geht. Das Gespräch mit einem Fachmann fällt einigen Jugendlichen sogar leichter, als sich mit den eigenen Eltern über Sex zu unterhalten. Wie eine Studie aus den USA zeigt, scheint das aber nur einen geringen Teil der Teenager zu betreffen. Die Gespräche mit dem Arzt, die sich rund um die Themen Sex und Aufklärung drehen, dauern im Schnitt angeblich nur etwas länger als eine halbe Minute.

Aufklärung kommt in Arztpraxen zu kurz

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Eine Studie des "Duke University Medical Centers", die bei "JAMA Pediatrics" veröffentlicht wurde, kam laut "National Public Radio" (NPR) zu dem Schluss, dass die sexuelle Aufklärung von Teenagern durch Ärzte in den USA zu wünschen übrig lässt – doch das liege nicht unbedingt an den Medizinern. Denn auch Jugendliche scheuen demnach Gespräche über dieses Thema. Das hat eine Analyse von mehr als 250 Gesprächen zwischen Ärzten und ihren jungen Patienten ergeben.

Dabei wurde untersucht, wie lange das Gespräch insgesamt dauerte und wie viel Zeit auf verschiedene Themengebiete – wie zum Beispiel die Aufklärung – verwendet wurde. Im Schnitt unterhielten sich Arzt und Patienten etwa neun Minuten. Dabei ging es durchschnittlich nur 36 Sekunden lang um sexuelle Aufklärung – eine Zahl, die Studienleiter Stewart Alexander zu denken gibt. "Sie öffnen sich nur sehr widerwillig", zitiert ihn NPR. "Keiner der Teenager brachte das Thema selbst zur Sprache – auch wenn sie eigentlich etwas zur Verhütung wissen wollten."

Sind die Eltern das Problem?

Ein Störfaktor, der vertraute Aufklärungsgespräche zwischen Arzt und Jugendlichen oft verhinderte, waren die Eltern. Wenn sie im Raum waren, trauten sich die Teenager nicht, Sexthemen anzusprechen – das traf auf immerhin zwei Drittel der jungen Patienten zu. Vor allem Jungs taten sich sehr schwer, mit dem Arzt über Sex zu sprechen. Älteren Mädchen wiederum fiel es leichter.

Sex ist ein nicht zu unterschätzender Bestandteil jeder Beziehung.

Sex ist in einer Beziehung das Salz in der Suppe. Gibt es also Probleme im Bett, sollten Sie das Thema unbedingt ansprechen - damit das Erlebnis auch weiter ein Genuss bleibt.

 

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22.01.2014 11:49
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