Behandlung von PMS – Welche Arznei hilft?

Mittwoch, 26.02.2014

Wer unter dem prämenstruellen Syndrom, kurz: PMS, leidet, kann neben Hausmitteln auch auf Medikamente zurückgreifen. Aber welche helfen wirklich?

PMS tritt überwiegend bei Frauen ab einem Alter von 30 Jahren auf. Rund 150 Symptome lassen sich mit dem prämenstruellen Syndrom in Verbindung bringen, darunter etwa Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Krämpfe im Unterbauch, Rückenschmerzen, Spannungen in den Brüsten, Übelkeit oder Durchfall. In der Apotheke gibt es eine Vielzahl an Medikamenten, die gegen die Beschwerden von PMS helfen sollen. Um herauszufinden, ob diese Medikamente tatsächlich helfen, hat "Öko-Test" 20 rezeptfreie Präparate unter die Lupe genommen.

Mönchspfeffer und Nachtkerzenöl bei PMS?

Unter den 20 Medikamenten im Test befanden sich 18 Arzneimittel mit dem Wirkstoff Keuschlamm, auch Mönchspfeffer genannt. Zusätzlich wurden zwei Präparate auf Basis von Nachtkerzenöl getestet. Damit die Arzneimittel die gewünschte Wirkung entfalten können, müssen Sie laut den Herstellern dauerhaft eingenommen werden. Die monatlichen Kosten lagen den Testern zufolge zwischen 3,90 Euro und 11,40 Euro.

Prämenstruelles Syndrom: Medikamente kaum wirksam

Das Fazit der Untersuchung: "Öko-Test" kann keines der getesteten Präparate uneingeschränkt empfehlen. Alle 18 Medikamente auf Basis des Mönchspfeffers erhielten die Note "befriedigend", die Nahrungsergänzungsmittel mit Nachtkerzenöl wurden sogar nur mit "ausreichend" und "mangelhaft" bewertet.

Die Testergebnisse decken sich mit denen verschiedener anderer Studien. Einige bescheinigen zumindest dem Mönchspfeffer eine Linderung prämenstrueller Beschwerden. Offenbar ist Mönchspfeffer in der Lage, die Ausschüttung des Hormons Prolaktin einzudämmen. Ein erhöhter Prolaktinspiegel ist für Spannungen in den Brüsten verantwortlich. Auch bei den Präparaten mit Nachtkerzenöl stimmen die Ergebnisse der Tests mit denen vorangegangener Untersuchungen überein. Der überwiegende Teil der Studien konnte keine Wirksamkeit feststellen. Auch "Öko-Test" stuft die Nachtkerzenöl-Mittel als nicht empfehlenswert ein.

Um die in Zusammenhang mit PMS auftretenden Beschwerden lindern zu können, kann es sinnvoll sein, sich von einem Arzt untersuchen und beraten zu lassen. Denn liegen dem prämenstruellen Syndrom körperliche Erkrankungen zugrunde oder hängt es möglicherweise mit zu viel Stress zusammen, kann die Ursache entsprechend behandelt werden. Dies führt vermutlich eher zu einer Besserung von PMS als die Einnahme zweifelhafter Medikamente.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

Weitere Artikel

article
19824
Behandlung von PMS
Welche Arznei hilft?
Wer unter dem prämenstruellen Syndrom, kurz: PMS, leidet, kann neben Hausmitteln auch auf Medikamente zurückgreifen. Aber welche helfen wirklich?
http://www.fem.com/liebe-lust/news/behandlung-von-pms-welche-arznei-hilft
26.02.2014 15:03
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/liebe-lust/behandlung-von-pms-welche-arznei-hilft/383337-1-ger-DE/behandlung-von-pms-welche-arznei-hilft_contentgrid.jpg
Liebe & Lust

Kommentare