Beate Uhse will Sexspielzeug an Muslime verkaufen

Montag, 22.12.2014 Jana Ackermann

Die Erotikshop-Kette von Beate Uhse möchte mit Scharia-konformen Sexspielzeug expandieren. Dildos und Vibratoren seien aber verboten.

Der Niederländer Abdelaziz Aouragh vertreibe seit einigen Jahren einen Onlineshop für Sexspielzeug und Erotikartikel im muslimischen Raum, berichtete das Flensburger Tagesblatt online auf shz.de. Seine Produkte seien allesamt halal, das bedeutet, sie entsprechen dem islamischen Recht.

Beate Uhse wittert weiteren Markt für Sexspielzeug

Halal oder nicht – Beate Uhse wolle expandieren, und habe sich deshalb im Sommer mit dem Niederländer zusammengeschlossen. Der Flensburger Erotikkonzern, bekannt für den Vertrieb von Dildos, Peitschen und weiteren Sexspielzeugs, beteilige sich an der Produktentwicklung und stelle Konzepte für Vertrieb und Logistik zur Verfügung. "Wir sehen großes Potenzial im Markt für Scharia-konforme Produkte. Alleine könnten wir den Markt nicht erschließen", erklärte der Vorstandschef von Beate Uhse, Serge van der Hooft dem Tagesblatt.

Ist Sexspielzeug überhaupt erlaubt?

Leicht wird es für Beate Uhse wohl nicht werden, den muslimischen Markt zu erobern. Denn es gibt immer wieder Debatten darüber, ob überhaupt komplett nackter Geschlechtsverkehr erlaubt sei. In Internetforen werde außerdem diskutiert, ob Oralverkehr und Masturbation haram (im islamischen Glauben verboten) sei oder nicht. Deshalb werfe der Onlineshop El Asira laut shz.de bisher noch keine Gewinne ab. Der Neustart in Kooperation mit Beate Uhse gebe dem Besitzer jedoch wieder Hoffnung, mit seinem islam-gerechten Sexspielzeug durchzustarten.

Überraschenderweise seien 80 Prozent seiner Käufer Frauen. Die meisten Erotikartikel würden jedoch nicht von Musliminnen, sondern von Frauen aus Skandinavien oder Indien geordert werden.

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Der muslimische Markt ist streng was Geschlechtsverkehr und Sexspielzeug angeht. Beate Uhse hat sich nun mit einem Start-Up zusammengetan und entwickelt spezielle Produkte für muslimische Männer und Frauen.

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Die Erotikshop-Kette von Beate Uhse möchte mit Scharia-konformen Sexspielzeug expandieren. Dildos und Vibratoren seien aber verboten.
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22.12.2014 13:15
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