BDSM wie in "Shades of Grey": Gesund durch Bondage?

Dienstag, 30.07.2013

Durch "Shades of Grey" ist BDSM zwar ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, doch salonfähig ist diese Art von Sex deshalb noch lange nicht. Eine Studie räumt mit den Vorurteilen auf.

Die landläufige Meinung über BDSM ist auch in Zeiten von "Shades of Grey" eher negativ gefärbt: Wer seinen sexuellen Lustgewinn aus einem Fetisch, aus Schmerz oder Unterwerfung zieht, gilt gemeinhin als krank, abartig und pervers. Doch niederländische Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass BDSMler gesünder und psychisch gefestigter sind als Menschen, die diese Art von Sex nicht praktizieren. 

Was ist BDSM?

Die Abkürzung BDSM setzt sich aus den englischen Begriffspaaren "Bondage & Discipline", "Dominance & Submission" sowie "Sadism & Masochism" zusammen. Sie umfasst sexuelle Spielarten, die Dominanz und Unterwerfung, Erziehungsspiele oder Lustschmerz beinhalten. Je nach sexuellen Vorlieben können Fesseln, Peitschen, Masken oder Sextoys zum Einsatz kommen. Dabei übernimmt der "Dom" oder "Top" die Führung des devoten Partners, auch "Sub" oder "Bottom" genannt. Auch wenn es bei BDSM um das Austesten und gezielte Überschreiten von Grenzen geht, kann der devote Part das Spiel jederzeit abbrechen, wenn er sich nicht wohl damit fühlt. Dazu nennt er seinem Dom ein zuvor vereinbartes "Safeword".

Shades of Grey" weckt Interesse an BDSM

Durch Bestseller wie "Shades of Grey" scheint die Neugier auf die sexuelle Spielart bei immer mehr Menschen geweckt zu werden. Einer Umfrage der Online-Partnervermittlung eDarling zufolge sind 29 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer daran interessiert, BDSM einmal auszuprobieren. 

Das Forscherteam um die Psychologen A. J. Wismeijer und Marcel A. L. M. van Assen befragte im Rahmen einer Studie der Tilburg Universität in den Niederlanden 1.336 Probanden, darunter 902 BDSMler. Die Studienteilnehmer machten unter anderem Angaben zu ihrer Persönlichkeit, zum Vertrauen in Beziehungen und der eigenen Zufriedenheit. Wismeijer zufolge zeigte die im

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"Journal of Sexual Medicine" erschienene Studie, dass sich praktizierende BDSMler "nicht von der Allgemeinheit unterscheiden, und wenn doch, dann positiv". Die Auswertung der Studie ergab, dass die Anhänger von Fesselspielen und Co. extrovertierter, experimentierfreudiger und weniger neurotisch waren als die Vergleichsgruppe. Sie hatten zudem ein größeres Vertrauen zu ihrem Partner und wiesen insgesamt ein besseres Allgemeinbefinden auf.

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Durch "Shades of Grey" ist BDSM zwar ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, doch salonfähig ist diese Art von Sex deshalb noch lange nicht....
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30.07.2013 13:09
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