Bayern unterstützt Erotikfilm-Branche

Freitag, 14.11.2014 Feven Berhane

Larotika.de ist der Name einer Ankaufsplattform für Erotikfilme, die durch die Jacob GmbH ins Leben gerufen wurde. Unterstützt wird das Geschäftsmodell vom Freistaat Bayern.

Bislang war es für Erotikfilm-Liebhaber schwer möglich, ihre DVD’s oder Blue Rays wieder preisgemäß weiterzuverkaufen. Larotika.de soll dem nun ein Ende bereiten, berichtet der Bayrische Rundfunk (BR). Auch der Freistaat Bayern solle angeblich seine Finger im Spiel haben.

Wird vom Freistaat Bayern finanziert

Durch larotika.de sei es nun möglich, Erotikfilme bequem an- oder zu verkaufen, berichtet ein Beitrag vom BR. Deshalb habe die Jakob GmbH die Plattform gegründet. Mitgründer Jan Jakob habe sich dafür an Internet-Plattformen, wie rebuy.de oder buchankauf24.de orientiert. Er habe es für Nutzer leichter machen wollen, Erotikfilme nicht überteuert zu kaufen und wieder zu verkaufen und kostenlos zu versenden. Da andere Ankaufsplattformen dieses Thema eher meiden würden, habe er sich der Marktlücke angenommen, berichtet der BR. "In Deutschland hat keiner die Erotikfilme angekauft, da das Handling komplexer ist (…) man muss Jugendschutzbestimmungen beachten.", zitiert der Radiobeitrag Jan Jakob von der Jakob GmbH.

Erotikfilm gehören nicht gefördert

Da dieses Geschäftsmodell eine komplexe Angelegenheit darstelle, habe sich die Jakob GmbH bei der Bayern Innovativ GmbH in Nürnberg um eine Förderung beworben. Da laerotika.de keinerlei illegalen oder anderen fragwürdigen Hintergrund habe und man von der Förderung keinen Bereich ausschließen dürfe, sehe die Bayern Innovativ GmbH keinen Grund, den Innovationsgutschein zu verweigern, so der BR.

Hinter der Bayern Innovativ GmbH stehe dazu der Freistaat Bayern, der jährlich fünf Millionen Euro an die Innovativ GmbH überweise. Zuständig dafür sei das Bayerische Wirtschaftsministerium, welches über den Innovationsgutschein weniger glücklich zu sein scheint, da in Frage gestellt werde, was an einer Erotikfilm-Website innovativ sein solle. "Die Innovation im vorliegenden Fall ermöglicht insbesondere den Vertrieb unter Beachtung aller Jugendschutzauflagen in Deutschland.", zitiert der BR eine Äußerung zum Gutschein des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD Anette Karl äußerst sich zu larotika.de wiefolgt: "Erotikfilm-Plattformen gehören meiner Meinung nach nicht staatlich gefördert (…) Innovationsgutscheine sollen junge Unternehmen unterstützen und nicht die Verbreitung von Pornografie." Nun sollen die Richtlinien des Innovationsgutschein erneut geprüft werden.

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Bayern unterstützt im Rahmen eines Innovativ-Gutscheins den Vertrieb von Erotikfilmen.

Auf dieser Website wird es Erotikfilm-Liebhabern leichter gemacht, ihre Filme wiederzuverkaufen.

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14.11.2014 15:30
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