Aufklärung über Verhütungsmethoden: Die Depotspritze

Montag, 30.09.2013

Da Verhütung uns alle betrifft ist eine umfassende Aufklärung über das Angebot an Verhütungsmitteln notwendig. Hier erfahren Sie, wie die Depotspritze funktioniert.

Einige kennen sie auch unter dem gängigeren Begriff der "Drei-Monats-Spritze". Für eine umfassende Aufklärung darüber ist es wichtig, sich mit den Vor- und Nachteilen dieses Langzeitverhütungsmittels auseinanderzusetzen.

Drei Monate sichere Verhütung

Hinsichtlich der Zuverlässigkeit gehört die Depotspritze zu den sicheren Verhütungsmitteln, da sie einen Pearl-Index von gerade einmal 0,2-1,4 aufweist. Der Index richtet sich danach, wie viele von 100 Frauen innerhalb eines Jahres trotz der Verhütungsmethode schwanger geworden sind. Die Drei-Monats-Spritze eignet besonders für Frauen, die aufgrund von Schichtarbeit die regelmäßige Einnahme der Antibabypille nicht gewährleisten können oder andere Verhütungsmethoden nicht vertragen.

Das Verhütungsmittel darf nur vom behandelnden Arzt gespritzt werden – in der Regel in den Oberarmmuskel oder in das Gesäß. Die Spritze enthält eine erhöhte Dosis Gestagen, die über die Blutbahnen langsam in die Gebärmutter und die Eierstöcke transportiert wird. Eine Spritze kostet zwischen 30 und 35 Euro, ist verschreibungspflichtig und darf unter keinen Umständen selbst gesetzt werden.

Aufklärung über die Vor- und Nachteile

Der Gestagenanteil ist zugleich auch der erste Nachteil dieser Verhütungsmethode. Zur Aufklärung: Die Hormondosis der Spritze ist wesentlich höher als bei anderen hormonellen Mitteln, wie beispielsweise der Antibabypille. Außerdem kann es nach Absetzen der Depotspritze bis zu drei Jahre dauern, bis die regelmäßige Blutung wieder einsetzt. Nebenwirkungen können Gewichtszunahme, Stimmungsveränderungen und Lustlosigkeit sein. Nicht selten treten bei vielen Frauen auch unregelmäßige Blutungen sowie dauerhafte Schmierblutungen auf.

Doch die Depotspritze hat auch diverse Vorzüge: Aufgrund der Verabreichung durch einen Arzt kann es zu keinen Anwendungsfehlern durch Eigenverschuldung kommen. Außerdem muss sie nur vier Mal im Jahr verabreicht werden. Auch Magen-Darm-Erkrankungen und Erbrechen beeinträchtigen die Wirkungseffektivität der Depotspritze nicht, da die Hormone über die Blutbahn in Umlauf gebracht werden.

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Verhütungs-Check: Die Dreimonatsspritze

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