App hilft Frauen bei Masturbation: Nicht bei Apple

Mittwoch, 02.07.2014

Via App zum Höhepunkt: Mit "HappyPlayTime" sollen Frauen spielerisch an das Thema Masturbation herangeführt werden. Für den Apple-Konzern ein absolutes No-Go.

Masturbation ist ein Tabuthema – vor allem Frauen laufen bei dem Thema immer noch rot an oder werden sehr, sehr schweigsam. Eine Entwicklerin namens Tina Gong wollte "das Stigma der weiblichen Masturbation eliminieren", wie auf der Webseite des Herstellers zu lesen ist. Blöd nur, dass der kalifornische Apple-Konzern offenbar an der Stigmatisierung festhalten will. Apple hat die App "HappyPlayTime" aus dem App Store verbannt, weil sie unangemessen sei.

Frauen werden an Masturbation herangeführt

"Obwohl die App keine optisch expliziten Inhalte aufweist, spricht Apple in der Begründung zur Nicht-Zulassung von 'übermäßig anrüchigen Inhalten' und davon, dass viele Publikumsgruppen 'HappyPlayTime' als 'anstößig' empfinden könnten", erklärt etwa das Technikportal "techstage.de" in einem Artikel. Pornografisches lässt sich in der Masturbations-App von Gong auch wirklich nicht erkennen. "Macht spielerisch mit weiblicher Selbstbefriedigung vertraut", so ähnlich ließe sich das Motto "Making Female Masturbation Friendly" übersetzen.

Dafür bedient sich die Handy-App einer gezeichneten Figur, die in der Form einer Vagina ähnelt – pornografisch ist das nun wirklich nicht. "Deinen Körper zu lieben ist keine Sünde", führen die Macher in das Thema Selbstbefriedigung bei Frauen ein. Bei Anwendung der App werden verschiedene Techniken erläutert, wie sich eine Frau selbst zum Höhepunkt bringen kann. Weniger eine sture "Anleitung zur Masturbation", sondern vielmehr eine Art Icebreaker oder Ideengeber – so will sich die Anwendung verstanden wissen. Und das nicht nur für die Damenwelt selbst, sondern auch für interessierte Männer, die ihre Liebste vielleicht mal anders verwöhnen möchten.

Tina Gong glaubt an ihr Produkt

Entwicklerin Tina Gong versuchte, den Technologiekonzern nach einer ersten Ablehnung doch noch von ihrem Produkt zu überzeugen und eine Freigabe für den App Store zu erreichen – vergebens. Selbst die zahlreichen, positiven Medienberichte ließen den iPhone-Hersteller nicht umdenken und auch ein "Ab 17"-Rating war nicht drin. Selbstbefriedigung scheint bei Apple selbst also noch ein riesengroßes Tabuthema zu sein. Die Schöpferin lässt sich trotz Apple-Absage und einer gescheiterten Crowdfunding-Initiative nicht entmutigen. Sie bastelt an einer Android-Version von "HappyPlayTime".

Apple zeigt sich zugeknöpft und nahm die App zur Masturbation bei Frauen aus ihrem App-Store.

Eine App die über die Masturbation bei Frauen aufklärt? Klingt ja eigentlich recht interessant. Apple fand das nicht und hat die App vom Markt genommen.

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02.07.2014 15:15
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