Antibabypille – Auf Dauer geeignet?

Mittwoch, 04.12.2013

Die Antibabypille ist in Deutschland das meistverwendete Verhütungsmittel. Weil sich aber der Körper und die Lebensumstände mit der Zeit verändern, sollte die Wahl der Verhütungsmethode alle paar Jahre überdacht werden.

Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge verhüten in Deutschland rund 72 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren mit der Antibabypille. Viele der Frauen beginnen schon früh mit der Einnahme des Medikaments und bleiben dann über viele Jahre dabei. Doch Experten zufolge sollte die Wahl der Verhütungsmethode in jedem Lebensjahrzehnt an die bestehende Lebenssituation angepasst werden.

Antibabypille für junge Frauen

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Gerade jungen Frauen verschreiben Frauenärzte gerne die Antibabypille. Die ist aber nicht zwangsläufig auch für jede Frau gut geeignet. Damit der Verhütungsschutz gewährleistet ist, muss die "Pille" den größten Teil des Monats täglich eingenommen werden. Immerhin 28 Prozent der Frauen haben damit aber Probleme und vergessen die Einnahme gelegentlich. 

Bei diesen Frauen kann die Verhütung mit dem Vaginalring sinnvoller sein. Ein weiterer Vorteil des Vaginalrings: Er wird direkt an der Stelle getragen, an der er wirken soll. Im Gegensatz zur "Pille" ist die Wirksamkeit des Verhütungsmittels deshalb auch bei Magen-Darm-Problemen nicht beeinträchtigt. Auch die Anwendung ist ganz simpel. "Wer Tampons benutzt, hat mit dem Einsetzen kein Problem", so Frauenärztin Elisabeth Merkle gegenüber der Frauenzeitschrift "Cosmopolitan".

Alternativen zur hormonellen Verhütung

Auch mit zunehmendem Alter ist eine Alternative zur Antibabypille möglicherweise die bessere Wahl. Denn vor allem Frauen, die aufgrund ihrer Lebensumstände ein erhöhtes Risiko haben, Thrombosen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, sollten ab dem 35. Lebensjahr nicht mehr hormonell verhüten. Eine Alternative zur Antibabypille kann beispielsweise die Kupferspirale sein. 

Entgegen der landläufigen Meinung ist diese auch für Frauen geeignet, die noch keine Kinder haben. "Auch Frauen, die noch nicht geboren haben, vertragen sie. Vorsicht nur bei wechselnden Partnern. Da sich das Bakterienmilieu der Scheide durch jeden neuen Lover verändert, können leichter Entzündungen entstehen", erklärt Merkle. Ab einem Alter von 40 Jahren verändern sich die Regelblutungen langsam. "Die Verhütung muss jetzt öfter überdacht und neu an den Gesundheitszustand und die Lebenssituation angepasst werden", so Merkle. Ist die Familienplanung bereits abgeschlossen, kann auch eine Sterilisation infrage kommen. 

Sich intensiv und ausführlich über Verhütungsmittel zu informieren ist unumgänglich. Denn jede Frau hat Ihre eigenen Bedürfnisse.

Die Auswahl von Verhütungsmitteln auf dem Markt ist besonders groß. In Absprache mit Ihrem Arzt finden Sie sicherlich eines für Ihre Bedürfnisse.

 

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