Amerikanerin filmt eigene Abtreibung – Umstrittenes Video im Netz

Mittwoch, 21.05.2014

Über Abtreibungen wird viel gesprochen, andererseits ist das Thema immer noch ein Tabu: Das bewegte eine Amerikanerin, sich bei dem Eingriff zu filmen und das Video online zu stellen.

Es ist ein kontroverses Thema, das viele Emotionen hervorruft: Abtreibung. Viele Frauen sprechen nicht darüber, dabei könnten sie mit einem offenen Umgang mit dem Thema vielleicht anderen Frauen helfen. Das dachte sich jetzt auch Emily Lett. Die 25-jährige Amerikanerin wurde ungewollt schwanger. Für sie stand sofort fest, sie wollte das Kind nicht. Doch weil sie bei Recherchen im Netz kaum Videos oder zu Schwangerschaftsabbrüchen fand, wurde sie selbst aktiv.



Eine positive Geschichte über Abtreibung?

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Gerade in den USA ist die Diskussion äußerst aufgeheizt, christliche Gruppen stellen den Vorgang vehement moralisch infrage. "Emily's Abortion Video" befeuert den öffentlichen Diskurs erneut. "Ich möchte nur meine Geschichte teilen", sagt sie, "es gibt nicht viele positive Geschichten über Abtreibung." Eigentlich berät Emily andere Frauen in Sachen Schwangerschaftsabbruch.

Die 25-jährige Frau arbeitet als Beraterin in einer Klinik in New Jersey, in der Abtreibungen vorgenommen werden. "Ich habe mit vielen Frauen gesprochen und alle sagten mir: Natürlich wirst du dich schlecht fühlen. Natürlich wirst du dich schuldig fühlen", erklärt die junge Frau ihre Beweggründe für die umstrittene Aktion. Denn genau das wolle sie nicht: sich schuldig fühlen. Eine Frau solle selbst entscheiden können, was für sie das Richtige ist, ohne dafür moralisch geächtet zu werden oder sich mit Schuldgefühlen rumschlagen zu müssen. Ihr Abtreibungsvideo wird von manchen Gruppen dennoch als geschmacklos empfunden, andere feiern die Amerikanerin dagegen als Pionierin.



Im OP gefilmt

In dem rund dreiminütigen Video sieht man Emily Lett auf dem OP-Tisch liegen. "Ich fühle mich nicht bereit für Kinder", erklärte sie wenige Sekunden vorher. Mit einer örtlichen Betäubung erlebt die US-Amerikanerin den Eingriff bei vollem Bewusstsein. Man hört das OP-Team reden, jemand hält Emilys Hand, während sie selbst halblaut vor sich hinsummt. "Ich bin fertig", jubelt sie, als sie aus dem Raum gefahren wird.

Einen Monat nach der Abtreibung filmt sich die Klinik-Beraterin erneut. Sie ist sich immer noch sicher: Das, was sie getan hat, war die richtige Entscheidung. Und irgendwann sei auch sie bereit, eine Familie zu gründen.

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