Abtreibung – Mögliche Komplikationen

Dienstag, 21.01.2014

Eine Schwangerschaft ist nicht immer ein Grund zur Freude. Aus ganz verschiedenen Gründen kann eine Abtreibung die Konsequenz sein. Medizinische Risiken sind gering, aber vorhanden.
Ein Schwangerschaftsabbruch bleibt wie jeder Eingriff in den Körper nicht ohne Gefahren, wobei die medizinischen Risiken dank der modernen Methoden der Abtreibung heutzutage recht gering sind. Es gibt drei verschiedene Methoden des Schwangerschaftsabbruchs.
Moderne Abtreibungsmethoden
Laut "Profamilia" am schonendsten ist die sogenannte Vakuumaspiration. Hierbei saugt ein Mediziner Schleimhaut und Fruchtblase mit einem dünnen Röhrchen ab. Der Eingriff verläuft unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose und dauert nur wenige Minuten. Läuft alles ohne Komplikationen ab, spielt sich der Zyklus der Frau nach einiger Zeit wieder normal ein.
Bei Komplikationen, wenn zum Beispiel Gewebereste in der Gebärmutter verbleiben, muss noch eine zweite Absaugung vorgenommen werden. Auch die sogenannte Ausschabung käme als zweite Methode des Schwangerschaftsabbruchs infrage. Diese wird aber heutzutage nicht mehr so häufig angewandt.
Die dritte Methode ist der medikamentöse Abbruch. Der ist allerdings nur im Stadium der Frühschwangerschaft bis zur 9. Woche möglich. Dabei wird die Versorgung des Embryos medikamentös gestoppt und nach 48 Stunden ein wehenförderndes Mittel eingesetzt, das zu einer Fehlgeburt führt.
Langzeitfolgen umstritten

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Die Langzeitfolgen einer Abtreibung sahen Forscher lange in dem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt in einer weiteren Schwangerschaft. Mit den modernen Abtreibungsmethoden, meinen Forscher von der Cambridge University, sei dieses Risiko aber gesunken. Sie hatten Daten über Schwangerschaften und Abtreibungen in Schottland zwischen 1980 und 2008 analysiert. Um das Jahr 2000 stellten sie ein gesunkenes Risiko für Frühgeburten fest. Sie brachten das mit dem Anstieg von medikamentösen Abtreibungen in Zusammenhang. Laut "spiegel.de" lässt sich diese Studie allerdings nicht auf die Verhältnisse hierzulande übertragen, da die meisten Abbrüche operativ mit der Vakuumaspiration und nicht medikamentös erfolgen würden.
Generell kann ein Schwangerschaftsabbruch  nach der "Beratungsregelung" erfolgen oder mit einer Indikation. Letztere liegt vor, wenn die Frau infolge einer Vergewaltigung schwanger wurde oder eine medizinische Indikation die körperliche oder seelische Gesundheit der Frau gefährdet.

Es gibt kurzfristige als auch langfristige Verhütungsmittel – der Vaginalring gehört zu den langfristigen und hormonellen Verhütungsmitteln.

Eine Schwangerschaft kann durch eine Vielzahl von Verhütungsmitteln verhindert werden: von der Pille über den Vaginalring bis hin zum Kondom.

 

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