Zyklus-App: Verlässlich oder gefährlich?

Freitag, 17.10.2014

Mithilfe einer Zyklus-App verhüten? Ärztin rät jetzt von dieser riskanten Methode ab.

Einige Frauen richten ihr Sexualleben nach ihrem Zyklus, indem Sie Ihre fruchtbaren und nicht-fruchtbaren Tage berechnen. Mittlerweile gibt es zu diesem Zweck mehrere Apps fürs Smartphone, die für Frauen genau diese Informationen über ihren Zyklusermitteln sollen. Für Frauen, die ihre fruchtbaren Tage zwecks einer geplanten Schwangerschaft errechnen wollen, kein Problem. Diese Apps allerdings zwecks Verhütung heranzuziehen, sei keine empfehlenswerte Idee, berichtete das Gesundheitsportal doccheck.com.

So funktionieren die Zyklus-Apps

Früher haben Frauen den Verlauf ihres Zyklus mit Kreuzchen im Kalender markiert, jetzt kümmern sich Apps um die Berechnung des Eisprungs und damit der fruchtbaren Tage. Es gebe verschiedene Anbieter solcher Apps, sie würden jedoch alle ähnlich funktionieren, berichtete doccheck.com. Zyklus-App-Nutzerinnen würden in der App den ersten Tag ihrer Periode eintragen. Zusätzliche könnten Infos wie Schmerzen, Stimmungen, Blutungsdauer und Sex angegeben werden. Die App würde anhand dessen im Kalender die fruchtbaren Tage im Zyklus errechnen.

Zyklus-App ist nicht verlässlich!

Die App lediglich als eine Art Zyklustagebuch zu verwenden, sei unbedenklich, erklärte Dr. Elisabeth Raith-Paula dem Gesundheitsportal. Jedoch sollten Frauen davon absehen, diese Apps zum Zwecke der Verhütung zu verwenden und unbedingt regulär verhüten, da sie der Anzeige „fruchtbare und unfruchtbare Tage“ nicht blind vertrauen könnten. „Diese Funktion ist höchst problematisch und gefährlich! Sie basiert auf einem völlig veralteten Wissen, das noch aus der Zeit der Vor-Pillen-Ära der 50er Jahre stammt und damals unter dem Stichwort ‚Knaus-Ogino‘ bekannt war“, so Raith-Paula zu dem Portal.

Rechnungen zum Zyklus nur für eine geplante Schwangerschaft

Jede Frau habe einen anderen Zyklus, der sich nicht so einfach und genau errechnen ließe, mahnt die Ärztin. Der Zyklus unterläge natürlichen Schwankungen, und daher solle mit richtigen Verhütungsmethoden auf Nummer sicher gegangen werden. Anders sei die Nutzung der App natürlich, wenn ein Kinderwunsch bestünde. Dann könnte die Zyklus-App gewiss auf die Sprünge helfen, so Dr. Raith-Paula.

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Frauen sollten sich nicht auf die Zyklus-App verlassen. Zur Verhütung ist diese nicht geeignet.

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