Wissensquiz Verhütung – Die Auflösung

Montag, 05.04.2010

Die Auflösung des Verhütungsquiz':

Frage 1: Wann findet der Eisprung - die fruchtbarste Zeit - in einem regelmäßigen Zyklus mit einer Länge von 28 Tagen statt?
Richtig ist Antwort B) "Ungefähr in der Mitte des Zyklus."
Der weibliche Zyklus besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase ("Follikelphase") reift die Eizelle heran und in der Gebärmutterhöhle wird unter Hormoneinfluss eine neue Schleimhaut aufgebaut. In Phase zwei findet der Eisprung statt. Die Körpertemperatur fällt zunächst ab und steigt dann um bis zu ca. ein halbes Grad Celsius an. Auf seinem Weg durch den Eileiter kann das Ei befruchtet werden. Nach dem Eisprung beginnt die dritte Phase ("Gelbkörperphase"): Die Gebärmutter- schleimhaut bereitet sich auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor und lagert Nährstoffe, wie z.B. Zucker ein. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird diese Schleimhaut überflüssig und wieder abgebaut. Die Menstruation setzt ein und der Zyklus beginnt von Neuem.
Frage 2: Was bedeutet der Begriff "Pearl Index"?

Richtig ist Antwort B) "Er gibt an, wie viele von 100 sexuell aktiven Frauen schwanger werden, die diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden."
Der Pearl-Index sagt aus, wie sicher ein Verhütungsmittel ist. Konkret: Wenn 100 junge Frauen ein Jahr lang ungeschützten Verkehr haben, werden 80 von ihnen schwanger. Der Pearl-Index ohne Verhütungsmittel hat also den Wert 80. Ein Pearl-Index von 0,5 bedeutet demnach, dass von 100 Frauen, die eine bestimmte Verhütungsmethode anwenden, nur "eine halbe" innerhalb eines Jahres schwanger wird (bzw. eine Frau von 100 in zwei Jahren). Das ist eine sehr geringe Versagerquote. Zur Beurteilung der Sicherheit eines Verhütungsmittels gilt daher: Je niedriger der Pearl-Index, umso sicherer ist die Methode.

Frage 3: Welche Verhütungsmethode hat die geringste Sicherheit?

Richtig ist Antwort E) "Kondom."
Pille, Verhütungsring, Verhütungsstäbchen und Hormonspirale sind sogenannte hormonelle Verhütungsmethoden. Die Sicherheit dieser Methoden ist sehr hoch, ihr Pearl-Index liegt unter 1. Beim Kondom hingegen ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, deutlich höher, der Pearl Index liegt zwischen 2 und 12. Wichtig: Vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten oder HIV-Infektionen bieten Kondome jedoch als einziges Verhütungsmittel Schutz und sollten daher bei instabilen Partnerschaften oder bei einem neuen Partner immer zusätzlich zu einem weiteren Verhütungsmittel angewandt werden.
Frage 4: Unterscheiden sich Pille, Verhütungsring und Hormonpflaster hinsichtlich ihrer Sicherheit zum Schutz vor einer ungeplanten Schwangerschaft?

Richtig ist Antwort B) "Nein".
Alle drei Verhütungsmethoden haben einen Pearl-Index unter 1 und gelten daher als "sehr sicher". Gegenüber der täglichen Einnahme einer Pille bieten Hormonpflaster und Verhütungsring eine höhere Anwendungssicherheit: Die Gefahr, das Verhütungsmittel zu vergessen, ist deutlich geringer. Am niedrigsten ist sie beim Verhütungsring. Er wird in die Scheide eingelegt, verbleibt dort drei Wochen, wird dann entfernt; nach einer Woche Pause wird ein neuer Verhütungsring eingelegt.

Frage 5: Welches Verhütungsmittel muss nur einmal im Monat angewendet werden?

Richtig ist Antwort B) "Der Verhütungsring."
Der Verhütungsring ist ein hormonhaltiger Kunststoffring, der einmal im Monat in die Vagina eingeführt wird und dort drei Wochen gleichmäßig niedrig dosierte Hormonmengen abgibt. Das Hormonpflaster wird auf die Haut geklebt und muss wöchentlich gewechselt werden. Bei beiden Methoden ist eine einwöchige Pause vorgesehen, in der keine Hormone zugeführt werden. In dieser Woche findet eine Abbruchblutung statt. Die Temperaturmethode ist eine natürliche Verhütungsmethode auf Grundlage der Zyklusbeobachtung. Sie nutzt den Anstieg der Körpertemperatur um ca. 0,5 Grad Celsius.

Frage 6: Sie möchten in den nächsten Jahren sicher keine Kinder bekommen, und nicht täglich an Verhütung denken müssen. Welche der folgenden Methoden bietet sich an?

Richtig ist Antwort D) "Alle drei Methoden."
Die Kupferspirale wird vom Frauenarzt/von der Frauenärztin in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Ihre Wirkung beruht hauptsächlich darauf, die Spermien an der Befruchtung der Eizelle zu hindern. Sie ist für drei bis fünf Jahre sicher (Pearl-Index 0,5 bis 2,0). Das Verhütungsstäbchen ist eine hormonelle Verhütungsmethode. Es wird vom Frauenarzt/von der Frauenärztin auf der Innenseite des Oberarms unter der Haut implantiert und bietet drei Jahre einen sehr sicheren Empfängnisschutz (Pearl-Index 0,05). Die Hormonspirale ist - wie der Name schon sagt - ebenfalls eine hormonelle Verhütungsmethode und wird durch den Frauenarzt/die Frauenärztin in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Dort wirkt sie bis zu fünf Jahren sehr sicher (Pearl-Index 0,16).

Frage 7: Die Pille kann verschiedene Auswirkungen auf den weiblichen Körper haben. Eine der folgenden Wirkungen ist im Zusammenhang mit der Pille allerdings sehr unwahrscheinlich. Welche ist es?

Richtig ist Antwort E) "Regelschmerzen können stärker werden".  Menstruationsblutung, bei der die verdickte Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und ausgeschieden wird, sondern um eine Abbruchblutung. Regelschmerzen werden durch die Einnahme der Pille oder eines anderen hormonellen Verhütungsmittels mit einer Anwendungspause im Allgemeinen meistens besser. Der Grund: Es handelt sich dabei nicht um eine richtige nach dem Eisprung, um die unfruchtbare Zeit zu ermitteln. Die Temperaturmessung muss täglich morgens zur selben Uhrzeit erfolgen. Das Pflaster muss dagegen drei Wochen lang wöchentlich gewechselt werden, dann erfolgt eine Woche Pause. Anschließend beginnt ein neuer Zyklus. Pearl-Index liegt unter 1. Beim Kondom hingegen ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, deutlich höher, der Pearl Index liegt zwischen 2 und 12. Wichtig: Vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten oder HIV-Infektionen bieten Kondome jedoch als einziges Verhütungsmittel Schutz und sollten daher bei instabilen Partnerschaften oder bei einem neuen Partner immer zusätzlich zu einem weiteren Verhütungsmittel angewandt werden.
Frage 8: Die kombinierte Pille (Östrogen und Gestagen) verhütet nur dann sehr sicher, wenn sie täglich eingenommen wird. Eine vergessene Einnahme außerhalb des 12-Stunden-Zeitfensters erhöht die Wahrscheinlichkeit einer ungeplantenSchwangerschaft. Wann ist das Risiko, schwanger zu werden, am höchsten?

Richtig ist Antwort A) "In der ersten Einnahmewoche."
Die hohe Sicherheit der Pille erfordert die tägliche Einnahme, um den erforderlichen Hormonspiegel auf einem bestimmten Niveau stabil zu halten. Nach 21 -24 Tagen (je nach Präparat) erfolgt eine 4-7-tägige "Pillenpause" (in der eventuell auch Tabletten ohne Wirkstoff - sogenannte Placebos - eingenommen werden). In dieser Pause besteht weiterhin Verhütungsschutz. Wird die Pille in der ersten Woche nach der Pillenpause vergessen, ist das Risiko am größten, dass der erforderliche Hormonspiegel nicht stabil genug ist und bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft auftritt. Es sollte unbedingt zusätzlich mit Kondom verhütet werden; die Temperaturmethode ist beim Vergessen der Pille als Verhütung nicht geeignet. In der zweiten und dritten Einnahmewoche ist das Risiko einer ungeplanten Schwangerschaft nach einem Einnahmefehler geringer. Auch wenn die Risiken in den Einnahmewochen unterschiedlich sind: Generell sollten nach Vergessen der Pille Kondome benutzt werden, um eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden. Sofern Ihre Blutung ausbleibt oder Sie sich unsicher sind, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist, sollten Sie immer Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin kontaktieren und in jedem Fall eine Kontrolluntersuchung durchführen lassen.

Frage 9: Welche der folgenden Aussagen über den Verhütungsring ist FALSCH?

Falsch ist Antwort D) "Der Verhütungsring muss täglich ausgetauscht werden."
Tatsächlich muss der Verhütungsring nur einmal im Monat angewendet werden, er verbleibt drei Wochen ohne Unterbrechung in der Scheide. Er weist von allen kombinierten hormonellen Verhütungsmethoden die niedrigste Dosierung von Östrogen auf. Die Hormone sind in den Kunststoff eingebettet und werden kontinuierlich abgegeben. Anders als bei der Pille, die geschluckt wird, schützt der Verhütungsring auch bei Erbrechen und Durchfall sicher vor einer Schwangerschaft.

Frage 10: Wann kann eine Frau nicht schwanger werden und muss sich keine Gedanken über Verhütung machen?

Richtig ist Antwort B) "Wenn sie älter als 50 ist und länger als ein Jahr keine Menstruation mehr hatte."
Etwa um das 50. Lebensjahr tritt bei den meisten Frauen die sogenannte Menopause ein. Der Eisprung findet zunehmend unregelmäßiger statt, was sich in einer selteneren Menstruationsblutung äußert, die irgendwann ganz ausbleibt. Nach einem Jahr ohne Menstruation kann man davon ausgehen, dass die Funktion der Eierstöcke eingestellt wurde und dass nicht mehr verhütet werden muss. Die Annahme, man könne während der Stillzeit nicht schwanger werden, ist weit verbreitet, aber irreführend. Zwar ist richtig, dass durch das Saugen des Babys an der Brust das Hormon Prolaktin ausgeschüttet wird, das ab einer bestimmten Konzentration den Eisprung unterdrückt. Der Prolaktin-Spiegel sinkt jedoch schnell wieder, sodass bereits nach vier Stunden Stillpause die Hormonkonzentration einen Eisprung zulässt. Stillen bietet demnach keinen zuverlässigen Schutz vor einer Schwangerschaft. Sobald ein hormonelles Verhütungsmittel abgesetzt wird, kann im nächsten Zyklus ein Eisprung stattfinden und die Frau schwanger werden. Nur bei etwa 6 Prozent der Frauen kommt es zu Zyklusstörungen nach Absetzen der Hormongabe. Da der Zyklus im ersten Jahr nach der erstmals einsetzenden Periode meistens sehr unregelmäßig verläuft, wird vielfach angenommen, dass es in dieser Phase zu keiner Empfängnis kommen kann. Dies trifft nicht zu. Zwar verlaufen die ersten Zyklen in der Regel ohne Ovulation - jedoch selbst VOR Einsetzen der ersten Periode kann ein Mädchen schwanger werden, da der erste Eisprung jederzeit stattfinden kann.

Auswertung: Wie viele richtige Antworten haben Sie?

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10 bis 8 richtige Antworten
Gratulation! Sie sind ein echter Verhütungsprofi! Sie kennen sich gut mit dem weiblichen Zyklus und hormonellen Verhütungsmethoden aus. Bleiben Sie dran und informieren Sie sich auch weiterhin über moderne Methoden der Empfängnisverhütung. Immer auf dem Laufenden bleiben Sie bei www.femaleaffairs.de.

7 bis 4 richtige Antworten
Nicht schlecht! Sie besitzen solide Kenntnisse in Sachen Verhütung. In manchen
Punkten können Sie noch etwas dazulernen. Sprechen Sie doch beim nächsten
Besuch bei Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin das Thema Verhütung an und lassen Sie sich zu neuen, modernen Methoden, wie z.B. dem Verhütungsring beraten. Informationen zu allen Methoden und einen interaktiven Verhütungsberater finden Sie auch im Internet unter www.femaleaffairs.de.

3 bis 0 richtige Antworten
Das Thema Verhütung war Ihnen bislang offenbar nicht besonders wichtig. Aber vor allem wenn Sie in der nächsten Zeit keine Kinder planen, sind Sie gut beraten, sich über moderne Verhütungsmethoden zu informieren. Eine erste Anlaufstelle bietet Ihnen zum Beispiel die Internetseite www.femaleaffairs.de. Mit Hilfe eines Verhütungsberaters erfahren Sie schnell und unkompliziert, welche Methode für Sie am besten geeignet ist. Sprechen Sie unbedingt auch mit einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin darüber, wie Sie am sichersten eine ungeplante Schwangerschaft vermeiden können.

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