Wie viel Sex braucht man?

Freitag, 28.09.2012

Bei den einen herrscht Flaute im Bett, die anderen verlieren sich in One-Night-Stands. Aber wie oft haben wir's eigentlich nötig? Die Antwort ist überraschend.

In den ersten Monaten einer Beziehung ist die Begierde nach dem neuen Partner unglaublich groß. Man möchte sich gegenseitig verschlingen und die Tage am liebsten gleich im Bett verbringen. Auch wenn die Liebe gewachsen ist, mit den Jahren tritt die Lust oftmals immer weiter in den Hintergrund. Leider!  - Aber wieso eigentlich leider? Wer schreibt uns eigentlich vor, wie viel Sex wir haben sollen? Und ist häufiger Sex wirklich besser für die Beziehung?

Qualität anstatt Quantität

Im Interview mit der Frauenzeitschrift "Elle" stellt Expertin Dr. Anneliese Schwenkhagen klar, dass es nicht die Quantität, sondern die Qualität von Sex ist, die in einer Beziehung wichtig ist. Wer bisher der Meinung war, Sex sei das Beweismittel schlechthin für Begehren und wahre Liebe, der muss wohl umdenken. Häufiger Sex kann ein Indikator für Begehren und Leidenschaft sein, aber so Schwenkhagen: "Längst nicht in dem Umfang, den uns etwa das Bild vom Hochglanzsex, den wir in den Medien oder in Filmen sehen, glauben machen will." Und Sie beruhigt Paare mit geringer Libido: "Es sagt nichts über die Qualität einer Beziehung, wenn man eine längere Sexpause hat, sofern das für beide kein Problem ist und keiner etwas vermisst."

Lustlosigkeit gehört einfach dazu
Für die Hormonspezialistin ist Lustlosigkeit vielmehr eine normale Entwicklung. Anstatt ständig miteinander zu schlafen, fänden Paare mit der Zeit eben auch andere Wege, ihre Liebe und Zuneigung auszudrücken. Sex kann da schon mal zur Nebensache werden.

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Tipp: Die Lust kommt oftmals erst beim Sex

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Der künstliche Anspruch, regelmäßig Sex haben zu müssen, erzeugt eher Druck, der wiederum kontraproduktiv auf das Lustzentrum wirkt. Die Expertin rät daher in der "Elle" zum Umdenken: anstatt lange darauf zu warten, dass sich das Feuer der Lust von alleine entfacht, sollte man einfach so zur Sache kommen. "In den allermeisten Beziehungen kommt die Lust beim Sex", so Schwenkhagen. Also nicht lange fackeln und auf die Begierde warten, sondern einfach mal wieder Sex haben! Die Initiative darf dabei natürlich auch ruhig von der Frau ausgehen. Von Anlaufschwierigkeiten sollte man sich jedoch nicht entmutigen lassen, schließlich macht die Übung den Meister.
Das Problem, das es also zu lösen gilt, ist nicht die Frage nach der Häufigkeit von Sex, sondern die Idealisierung eines erfüllten Liebeslebens, in dem alles wie am Schnürchen läuft. Die Expertin: "Die Realität ist eine ganz andere, nämlich die, dass Sex eben nicht zum Hauptdarsteller der Liebe taugt."

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Am Anfang einer Beziehung ist Sex das A und O. Doch mit der Zeit lässt die ständige Begierde nach. Experten wissen zum Glück: zu viel oder zu wenig Sex gibt es nicht.

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