Was dir so keiner über die Zeit nach der Geburt sagt

Montag, 10.10.2016

Zu einer der schönsten Herausforderungen gehört es wohl, ein Kind zu bekommen. Was sie allerdings der in Zeit nach der Geburt erwartet, ist für viele werdende Mamis nur schwer vorstellbar. Fest steht: Vieles ist unbeschreiblich schön – doch längst nicht alles.

Die meisten Mütter in spe wissen: Die Entbindung ist schmerzhaft, stressig und mit Risiken verbunden. Umso romantischer stellen sich viele die Zeit nach der Geburt vor. Doch gerade die hat es in sich – wie die meisten Schon-Mamis wissen. Wir haben die wichtigsten Fakten, worauf du dich gefasst machen solltest, einmal zusammengetragen.

1. Teure Fotos

Baby-Fotoshooting im Krankenhaus

Mittlerweile gang und gäbe: ein Fotoshooting im Krankenhaus.

Er gibt dir maximal einen Tag Zeit, um dich von den Strapazen der Geburt zu erholen, dann aber steht er auf der Matte: Der Krankenhaus-Fotograf, der noch auf der Station die ersten 100 Bilder von deinem süßen Fratz machen wird, um dir anschließend ein Vermögen dafür abzuknöpfen. Alle, die da "Nein" sagen können: Herzlichen Glückwunsch! Für alle anderen: Ihr werdet die Ausgabe trotzdem nicht bereuen, denn die Bilder sind wirklich zuckersüß.

 2. Krankenhausbesuche

Ob Oma und Opa, Bruder, Tante oder Freunde – sie werden es kaum abwarten können, das kleine Wesen auch zu Gesicht zu bekommen, nur "ganz kurz". Für dich bedeutet das: Noch während du im Krankenhaus bist, kommen alle, die du kennst, vorbei. Und das, obwohl du dich fühlst, als hättest du eine Woche nicht geschlafen, genauso aussiehst, übermüdet bist und eigentlich bloß deine Ruhe haben willst. Und doch wirst du die Besuche genießen, denn du bist unendlich stolz auf dieses kleine Wunder.

3. Dein Bauch in der Zeit nach der Geburt

Baby, Fruchtwasser und Plazenta sind raus, doch dein Bauch wird auch nach der Entbindung noch aussehen, als wärst du im 7. Monat schwanger. Einziger Unterschied: Er ist so weich wie Wackelpudding, wenn du draufdrückst. Aber erstens: Das ist ganz normal. Zweitens: nur eine Übergangsphase. Allerdings drittens: Ohne Training und Gymnastik wirst du in schwer wieder in Form bekommen. Hier gibt es Tipps zum Sport nach der Geburt.

4. Schmerzen im Wochenbett

Nach der Geburt sind Schmerzen, Anstrengung und Stress vergessen? Schön wär's! Denn Mutter Natur kommt nach der Entbindung noch mit Nachwehen, Hämorrhoiden sowie Schmerzen beim Pipimachen und Sitzen um die Ecke. Aber auch das geht vorbei und wenn du dein Baby anschaust, wirst du immer wissen, wofür das Ganze gut ist.

5. Gewöhnungsbedürftiger Anblick

Jede Mutter findet ihr Baby wunderschön? Von wegen! Während alle Verwandten und Freunde den kleinen Erdenbürger zum Anbeißen finden, denken viele Mamis nur: Mein Kind sieht komisch aus – haarlos, gelb oder rot angelaufen und runzelig. Alle, die einen Jungen bekommen, wundern sich außerdem zurecht über die komischen Proportionen der Geschlechtsteile. In der ersten Zeit nach der Geburt sehen die Hoden nämlich riesig, die Penisse hingegen winzig aus. Aber mal ehrlich, putzig sind sie schon, oder? Und die Proportionen passen sich eh binnen kürzester Zeit an.

6. Die Zeit nach der Geburt: Der erste Windelinhalt

"Halb so schlimm", denkst du vorher. Macht dein Baby aber das erste Mal richtig in die Windel, kommt auch den Hartgesottensten die letzte Mahlzeit wieder hoch. Das sogenannte "Kindspech" hält nämlich, was es "verspricht": Es ist teerschwarz und sieht aus wie zäher Balsamico. Tröste dich: nur einmal, dann ist alles ganz normal.

7. Hebammenbesuch

In der ersten Zeit nach der Geburt wird eine Hebamme regelmäßig nach dir und dem Baby schauen, dir beim Wickeln und Baden helfen sowie deine Fragen beantworten. Was du aber auch wissen solltest: Die Hebamme wird dir das Baby ohne Ankündigung aus dem Arm nehmen, auf ihm herumdrücken und mit seinen kleinen Ärmchen und Beinchen seltsame Verrenkungen machen. Wisse: Sie will nur das Beste für dein Baby und testet, ob alles dran ist.

8. Stillen in der Zeit nach der Geburt

Stillen ist nicht nur anstrengend, sondern auch schön und sinnvoll

Stillen ist nicht nur anstrengend, sondern auch schön und sinnvoll.

Vor der Entbindung stellst du dir das Stillen womöglich als romantische Mutter-Kind-Zeit vor, doch nach der Geburt wirst du schnell merken: Dein Baby möchte auch dann trinken, wenn du nichts als schlafen willst, es saugt an deinen Brustwarzen wie ein Kalb am Euter und beißt manchmal sogar hinein – nur aus Langeweile. Außerdem wirst du so viel Milch produzieren, dass du gar nicht weißt, wohin damit und dich fragst, ob deine Brüste jemals wieder einfach nur "Brüste" sein werden. Sei gewiss, das werden sie. Und bis dahin tröste dich mit dem Anblick deines wachsenden Babys, das von deiner Muttermilch immer größer und kräftiger werden wird – eine geniale Erfindung der Natur!

 9. Sorgen, Sorgen, Sorgen

Trinkt das Baby genug? Warum schreit es nach dem Stillen? Was sind das für kleine Pickelchen am Po? Sobald dein Baby auf der Welt ist, wirst du dir Sorgen machen und denken: "Oh Gott, das schaffe ich nicht." Du schaffst das, denn die Verantwortung für den kleinen Menschen ist zwar groß in der Zeit nach der Geburt, aber du wirst dich auch jeden Tag ein bisschen mehr daran gewöhnen. Schließlich hast du gerade dieses Kind auf die Welt gebracht, worauf du unendlich stolz sein solltest – jetzt kannst du alles schaffen!

In der Zeit nach der Geburt dreht sich das bisherige Leben um 180 Grad

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10.10.2016 14:20
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