Schwangerschaftstest: Ab wann kann man ihn machen?

Mittwoch, 22.06.2016

Schwanger oder nicht – wenn das zur Frage aller Fragen wird, ist es Zeit für einen Schwangerschaftstest oder kurz SST. Ab wann der Test ein zuverlässiges Ergebnis liefert und was du sonst noch wissen musst, erklären wir dir hier.

Ein Ziehen in den Brüsten und plötzliche Übelkeit am Morgen: Es gibt viele Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten, doch keines ist so eindeutig, wie das Ausbleiben der Menstruation. Spätestens jetzt wird es Zeit für einen Schwangerschaftstest. Aber liefert der SST auch schon vorher ein zuverlässiges Ergebnis? Ab wann lohnt sich der Schwangerschaftstest?

Schwangerschaftstest: Ab wann ist das Ergebnis zuverlässig?

Eine Schwangerschaft wird im Frühstadium über die Konzentration des hCG- Wertes (humanes Choriongouadotropin) im Körper festgestellt. Dieses Hormon wird von gesunden Frauen nur während einer Schwangerschaft gebildet – und zwar bereits einige Tage nachdem die Eizelle erfolgreich befruchtet wurde. Das Schwangerschaftshormon verhindert unter anderem die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und den Beginn der Regelblutung.

Ab wann ein Schwangerschaftstest wirklich zuverlässige Ergebnisse liefert, hängt davon ab, für welche Art des SST du dich entscheidest:

Schwangerschaftstest: Bluttest
Ab wann: Im Blut lässt sich hCG bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung – und damit noch vor dem Ausbleiben der Blutung – nachweisen. Die Untersuchung kann vom Frauenarzt durchgeführt werden, das Testergebnis sollte nach etwa 24 Stunden vorliegen.

Schwangerschaftstest: Urin-Frühtest
Ab wann: Etwa vier Tage vor Fälligkeit der nächsten Regel können zudem sogenannte Frühtests angewendet werden, die in Apotheken und Drogerien erhältlich sind. Hier wird der hCG-Wert über den Urin gemessen. Da die Fehlerquote dieser Tests allerdings recht hoch ist, empfiehlt es sich, den Test erst nach Ausbleiben der Regel anzuwenden.

Schwangerschaftstest: Urin-Test
Ab wann: Der normale Urin-Schwangerschaftstest liefert rund 14 Tage nach Befruchtung der Eizelle, also etwa zum Zeitpunkt der eigentlich fälligen Periode, ein sehr sicheres Ergebnis.

Schwangerschaftstest: Ultraschall
Ab wann: Frühestens einige Tage nach Ausbleiben der Regel kann die Schwangerschaft außerdem per Ultraschall beim Frauenarzt festgestellt werden. Dann lässt sich eine kleine Fruchthöhle in der Gebärmutter erkennen.

Wie: So funktioniert der Urin-Schnelltest

Der gängigste Weg zum Nachweis einer Schwangerschaft ist der Urin-Schnelltest. Für rund vier bis zehn Euro ist er in Apotheken, Drogerien und einigen Supermärkten erhältlich. Hierbei wird ein Teststreifen aus saugfähigem Gewebe in den Urin getaucht. Am besten sollte hierfür der Morgen-Urin verwendet werden, weil die hCG-Konzentration zu dieser Tageszeit am höchsten ist. Auf dem Streifen selbst befinden sich hCG-Antikörper, die mit dem Hormon im Urin reagieren und die Schwangerschaft mit Hilfe eines Farbstoffs etwa als Strich oder Plus-Zeichen sichtbar machen. Rund fünf Minuten dauert es, bis der Urin-Test ein Ergebnis liefert.

Auf vielen Streifen befindet sich außerdem ein Kontrollfeld, das anzeigt, ob der Test korrekt durchgeführt worden ist.

Einige Schwangerschaftstests sind zudem mit einer Wochenbestimmung ausgestattet, die den Zeitpunkt der Befruchtung anzeigt. Wieder andere Test zeigen das Ergebnis digital an, etwa mit den Worten "schwanger" bzw. "nicht schwanger". Die Funktionsweise dieser Tests unterscheidet sich allerdings nicht von den herkömmlichen Teststreifen.

Es gibt verschiedene Arten des Urin-Schwangerschaftstests. So kann man zwischen Midstream-, Kasetten- oder Streifen-Test wählen, die sich von der Funktionsweise allerdings nur geringfügig unterscheiden.

Für alle Schwangerschaftstests gilt jedoch: Lies und befolge die Anleitung sorgfältig, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten.

Wo: SST beim Frauenarzt oder zu Hause?

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Die meisten Frauen überprüfen eine mögliche Schwangerschaft zunächst per Urin-Schnelltest zu Hause. Fällt das Ergebnis negativ aus, ist eine Schwangerschaft noch nicht völlig ausgeschlossen: Vielleicht war der hCG-Wert im Blut noch zu niedrig oder der Test wurde nicht korrekt angewendet. Weitere Gründe für einen fälschlich negativen SST könnten zum Beispiel eine noch nicht eingenistete Eizelle oder eine hohe Anzahl von Bakterien im Urin sein. Um sicher zu gehen, sollte der Test einige Tage später wiederholt werden. Ist er weiterhin negativ, die Schwangerschaftssymptome halten jedoch an, empfiehlt es sich, einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, steht ebenfalls der Gang zum Frauenarzt an. Hier wird die Schwangerschaft noch einmal genau überprüft und die Schwangerschaftsvorsorge eingeleitet.

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Ab wann funktioniert welche Art von Schwangerschaftstest?

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