Verhütung: Antibabypille - Sicher ist sicher

Mittwoch, 07.08.2013

Es gibt Verhütungsmittel wie den Nuva-Ring, das Kondom oder den Verhütungscomputer – aber keines hat die weibliche Sexualität so revolutioniert, wie die Antibabypille.

Die Antibabypille ist der Klassiker und der dominierende Marktführer unter den vielen Verhütungsmitteln. Sie gilt als eine der sichersten und meist genutzten Methoden zur weiblichen Verhütung. Alles was Sie darüber wissen müssen, gibt es hier: 

Was ist die Antibabypille?

Die Antibabypille ist ein Hormonpräparat, das einmal am Tag in Tablettenform von der Frau eingenommen wird. Sie enthält abhängig von der Pillen-Art (Kombinationspille oder Minipille) zwei oder ein Hormon: im ersten Fall Östrogen und Gestagen, im zweiten nur Gestagen. Die Dosierung der Hormone variiert allerdings von Produkt zu Produkt.

Die Pille hat eine Dreifachwirkung, die von beiden Hormonstoffen verursacht wird: Der Eisprung wird gehemmt, die Spermien gelangen nicht in den Gebärmutterhals und eine befruchtete Eizelle kann sich nicht in der Gebärmutter einnisten. Durch ihre Dreifachwirkung gehört die Antibabypille zu den sichersten Mitteln gegen unbeabsichtigte Empfängnis. Sie ist nur gegen ein Rezept des Arztes erhältlich.

Die zwei Varianten der Antibabypille:

Die Kombinationspille:

Diese Antibabypille ist die gängigste, sie enthält zwei Hormone, Östrogen und Gestagen, und wird an 21 Tagen eingenommen. Danach folgt eine siebentägige Einnahmepause. 

Die Minipille:

Die Minipille dagegen enthält nur ein Hormon, das Gestagen. Diese ist für Frauen gut geeignet, die das Hormon Östrogen nicht oder schlecht vertragen. Nachteil dieser Pille ist, dass der Eisprung nicht gehemmt wird und die Pille jeden Tag zur gleichen Stunde eingenommen werden muss. Andernfalls wirkt sie nicht zuverlässig. Die einwöchige Pause gibt es bei der Minipille nicht. 

Anwendung der Pille

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Bei der Kombinationspille besteht jeder Blisterstreifen aus jeweils 21 Pillen – also wird die Antibabypille über drei Wochen eingenommen. Bei erstmaliger Einnahme beginnen Sie am ersten Tag Ihrer Monatsblutung mit der ersten Pille. Um im Laufe des Monats nicht die Übersicht zu verlieren, sind auf dem Streifen die jeweiligen Wochentage der Einnahme angegeben. Ärzte empfehlen, die Pille  jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einzunehmen, bis die Packung leer ist. In der siebentägigen Pause sollte dann Ihre Monatsblutung einsetzen. Nach den sieben Tagen Pause, also am achten Tag, beginnen Sie mit einer neuen Packung. Sollten Sie einmal die Pille vergessen haben, lesen Sie hier, was zu tun ist: Pille vergessen, werde ich jetzt schwanger?

Kosten der Verhütungsmethode?

Je nach Produkt betragen die Kosten etwa 5 bis 17 Euro. Erhältlich ist die Pille in verschiedenen Größen, gängig sind Drei- oder Sechs-Monatspackungen. Die Kosten der Antibabypille werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur bis zum vollendeten 20. Lebensjahr übernommen, ab dem 21. Lebensjahr, ob privat oder gesetzlich krankenversichert, müssen die Kosten selbst getragen werden.

Nebenwirkungen der Antibabypille

In einigen Fällen treten durch die Einnahme der Pille Nebenwirkungen auf, die unter anderem abhängig von der Pillenart sein können, aber auch vom eigenen Hormonhaushalt. Dazu gehören zum Beispiel: Schmierblutungen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Magenbeschwerden. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, diese Art der Verhütung mit Ihrem Arzt abzusprechen. Denn auch eine falsche Einnahme kann zu Nebenwirkungen führen.

Text: Thyra Deecke

Verhütungs-Check: Die Antibabypille

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