Verhüten mit Kupferspirale: Mögliche Nebenwirkungen

Dienstag, 15.03.2016

Die Kupferspirale ist klein, unauffällig und vor allem unkompliziert: sie ist vor allem bei Frauen, die auf Hormonelle Kontrazeptiva verzichten möchten, ein beliebtes Verhütungsmittel. Nebenwirkungen gibt es trotzdem.

Jeden Tag die Antibabypille einzunehmen ist nichts für dich und Kinder kommen erst in ein paar Jahren in Frage? Dann hast du dich vielleicht dafür entschieden, mit der Kupferspirale zu verhüten. Das wenige Zentimeter große Drahtgebilde macht nach dem Einsetzen meist mehrere Jahre keine Arbeit. Es sei denn, du hast mit den Nebenwirkungen dieses Verhütungsmittels zu kämpfen.

Was ist eine Kupferspirale überhaupt?

Eine Kupferspirale, medizinisch Intrauterinpessar, ist ein etwa drei Zentimeter langes T-förmiges Kunstoffstäbchen, das mit Kupferdraht umwickelt ist. Einmal vom Gynäkologen in die Gebärmutterhöhle eingesetzt, schützt es bis zu fünf Jahre hormonfrei vor einer Schwangerschaft. Experten gehen davon aus, dass die Spirale den Kupferionen, die sie stetig abgibt, ihre empfängnisverhütende Wirkung verdankt. Die Kupferionen sollen toxisch auf Spermien wirken, sodass sowohl deren Beweglichkeit wie auch Lebensdauer und Orientierungssinn minimiert werden. Zudem verändert das Kupfer den Schleim im Gebärmutterhals und das Sekret von Gebärmutter und Eileitern, wodurch eine Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert werden soll. Der Pearl Index der Kupferspirale liegt bei 0,9 bis 3. Das bedeutet: 0,9 bis 3 von 100 Frauen, die nur mit der Kupferspirale verhüten, werden innerhalb eines Jahres trotzdem schwanger. Bei der Pille liegt der Index bei 0,1 bis 0,9.

Übrigens: Nicht zu verwechseln ist die Kupferspirale mit der Hormonspirale und der Kupferkette. Erstere schützt über die Abgabe des Hormons Levonorgestrel vor einer Schwangerschaft. Die   Kupferkette ist eine Weiterentwicklung der Kupferspirale: Hier erfahren Sie mehr über dieses Verhütungsmittel.

Mögliche Nebenwirkungen: Kupferspirale ist nicht befestigt

Insbesondere in den ersten Monaten nach dem Einsetzen der Kupferspirale kann das Verhütungsmittel verrutschen - entweder in den Gebärmutterhalskanal oder aus der Gebärmutter heraus. Ein bis fünf Prozent der Frauen haben im ersten Jahr mit diesem Problem zu kämpfen, erklärt "ProFamilia" in einer Info-Broschüre. In diesem Fall ist die Sicherheit des Verhütungsmittels beeinträchtigt. Das ist insbesondere deswegen ein Nachteil, weil betroffene Frauen davon meist nichts spüren. Sport oder schwere körperliche Arbeit sind allerdings nicht die Ursache – meist verrutscht die Kupfer-Spirale während der Regelblutung. Der Gynäkologe überprüft daher während der Vorsorgeuntersuchung den Sitz der Kupferspirale.

Die Periode, ein weiterer Punkt, der sich nicht selten negativ verändert: Die Monatsblutung kann sich bei Spiralenträgerinnen nämlich intensivieren. Etwas stärker und bis zu zwei Tage länger kann die monatliche Blutung dauern. Stärke und Dauer pendelen sich nach einigen Monaten oft wieder ein, die meisten Frauen haben allerdings mit der Kupferspirale dauerhaft stärkere Blutungen als ohne.

Zudem nehmen die Schmerzen während der Periode bei vielen Frauen zu. Solltest du also ohnehin unter einer intensiven oder sehr schmerzhaften Periode mit Krämpfen leiden, ist die Kupferspirale womöglich nicht das ideale Verhütungsmittel für dich.

Aber: Nebenwirkungen treten selten auf

Die Kupferspirale

Bei wirklichen Schmerzen oder gar Bauchkrämpfen empfiehlt sich ein Besuch beim Gynäkologen. Eine Kupferspirale erhöht nämlich, wenn auch nur minimal, das Risiko einer Unterleibsinfektion. Laut "ProFamilia" sind zwei bis sieben von 1000 Frauen betroffen, also zwischen 0,2 und 0,7 Prozent. Meist tritt eine Infektion in den Wochen nach dem Einsetzen auf und wird dann medikamentös behandelt.

In ganz seltenen Fällen kann es außerdem zu einer Verletzung der Gebärmutter kommen. Auch hier gilt, dass dies meist in der Zeit direkt nach dem Einlegen der Kupfer-Spirale wahrscheinlicher ist als bei Langzeit-Trägerinnen.

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Verhütungs-Check: Die Kupferspirale

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15.03.2016 09:40
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