Sex nach der Geburt: Müde, aber zufrieden

Dienstag, 19.03.2013

Ein Baby krempelt das ganze Leben um – und viele junge Paare haben Angst, dass der Nachwuchs ihr Liebesleben zum Erliegen bringt. Eine aktuelle Umfrage zeigt, ob das stimmt.

Die gute Nachricht vorab: Die Mehrheit aller Eltern mit kleinen Kindern ist zufrieden mit ihrem Liebesleben (57 Prozent). 40 Prozent sagen, ihr Sex sei genauso wie früher, 17 Prozent finden ihn sogar erfüllender als vor der Geburt. Besonders positiv erleben junge Frauen bis zu einem Alter von 29 Jahren ihr Liebesleben nach der Geburt ihres ersten Babys.

Die Daten stammen aus einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" unter 1000 Frauen und Männern mit mindestens einem Kind zwischen ein und sechs Jahren.

Nimmt die Sex-Frequenz nach der Geburt ab?

Ja. Den zufriedenen jungen Eltern geht offenbar Qualität vor Quantität, denn die Sex-Häufigkeit verringert sich tatsächlich merklich – und zwar schon während der Schwangerschaft: In den Monaten vor der Geburt schlafen laut Umfrage nur noch 42 Prozent aller Befragten mindestens einmal pro Woche miteinander, vor der Schwangerschaft waren es 80 Prozent.

Blick ins Schlafzimmer junger Eltern

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Ist das Baby erst einmal auf der Welt, gibt es zunächst Wichtigeres als Sex: Nach der Geburt haben 65 Prozen

t der Mütter und Väter erst nach knapp zwei bis sechs Monaten wieder Sex. Lediglich 15 Prozent haben schon in den ersten sechs Wochen Lust auf (und Zeit für) erotische Zweisamkeit. Insgesamt pendelt sich die Frequenz mit Baby im Haus auf einem deutlich niedrigeren Niveau als zuvor ein: Hatten 80 Prozent der befragten Paare vor der Familiengründung mindestens einmal in der Woche Sex, so sind es nach der Geburt des ersten Kindes nur 45 Prozent, die diese Frequenz beibehalten.

Weniger Sex: Woran liegt's konkret?

Hauptgrund für die mangelnde Lust auf Sex ist ganz klar die gestiegene Belastung im Kinder-Alltag: 72 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer fühlen sich schlicht zu müde, um mit ihrem Partner zu schlafen. 73 Prozent der Befragten gelingt es aufgrund der Doppelbelastung durch Beruf und Familie nicht, sich regelmäßig Zeit zu zweit zu nehmen. 

Gibt es einen Trick, um die Sex-Frequenz zu steigern?

"Trick" ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber eine gerechte Aufteilung der Haushaltspflichten wirkt sich sehr positiv aus! Während bei Paaren, bei denen nur einer für Haushalt und Kindererziehung zuständig ist, nur noch elf Prozent mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich Lust aufeinander haben, sind es bei "gleichberechtigen" Paaren immerhin 20 Prozent.

Und wann sind die besten Gelegenheiten für ein Schäferstündchen?

Das ist individuell sehr verschieden. 21 Prozent der befragten Eltern nutzen den Mittagsschlaf des Nachwuchses oder andere "Kinderpausen" für die Liebe, drei Prozent der Paare vereinbaren feste Termine.

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