Sex in der Schwangerschaft: Liebe in anderen Umständen

Mittwoch, 14.11.2012

Sex und Schwangerschaft – das passt in der Regel problemlos zusammen. Auch wenn viele Paare Hemmungen haben: Auch in anderen Umständen ist im Bett erlaubt, was gefällt!

Eine Schwangerschaft verändert das gesamte Leben – dass Sex davon nicht ausgenommen ist, versteht sich praktisch von selbst. Viele Paare sind unsicher, wie sie in den kommenden Monaten ihre sexuelle Lust ausleben können. Immerhin wollen sie das Kind nicht stören und schon gar nicht gefährden. Gleichzeitig verändert sich häufig das Bedürfnis nach Nähe und Sexualität: Bei vielen Männern und Frauen steigt das Verlangen nach dem Partner. Wir erklären warum, wie Sex und Schwangerschaft zusammenpassen und wann man lieber darauf verzichten sollte. 

Sex in der Schwangerschaft? Erlaubt ist, was gefällt!

Die Zeiten, in denen vor Sex in der Schwangerschaft gewarnt wurde, sind lange vorbei. Heute steht fest: Sex und Schwangerschaft schließen einander keineswegs aus. Verläuft die Schwangerschaft ohne Komplikationen, können Paare ihre Lust nach eigenen Vorlieben sorglos ausleben. Vor Fehl- oder Frühgeburten müssen sie dann keine Angst haben.

Sexuelle Lust und Schwangerschaft

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Das Verlangen nach sexueller Nähe kann sich während der Schwangerschaft sowohl bei Frauen wie auch bei Männern verändern: Nicht selten verschwenden Frauen während des ersten Schwangerschaftsdrittels kaum einen Gedanken an Sex. Oft werden sie von Morgenübelkeit geplagt, leiden unter ständiger Müdigkeit oder müssen erst mit der neuen, zu Beginn noch sehr fragilen Situation vertraut werden. Ein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber, um ihn nicht zu verunsichern. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel verabschiedet sich die lustlose Phase meist und wird abgelöst von einer Zeit lustvollen Verlangens. Das liegt mitunter an den Hormonen, die für eine besonders rege Durchblutung des Beckenbereichs sorgen und dadurch die Empfindlichkeit gegenüber Berührungen steigern. Im dritten Abschnitt der Schwangerschaft wird das sexuelle Spiel häufig etwas kreativer: Immerhin müssen Stellungen gefunden werden, die trotz des gewachsenen Babybauchs Lust bereiten. Zu den Klassikern gehört hier die Löffelchenstellung. Häufig nehmen Frauen auch auf ihrem Partner Platz – bei dieser Variante kann er sowohl liegen als auch sitzen. Eine andere Möglichkeit: Die Frau setzt sich auf die Kante des Bettes und  lehnt sich dann gemütlich zurück, während der Mann vor ihr kniet. 

Auch bei vielen Männern erwacht die Libido während der Schwangerschaft  zu neuen Höchstleistungen: Die sehr weiblichen Rundungen wirken auf das männliche Geschlecht häufig enorm anregend. Es gibt aber auch Männer, die mit einem Mal von sexuellen Hemmungen geplagt sind.

Sexuelle Bedenken sind unbegründet

Ein Zaungast beim Sex – nein danke! Und was ist, wenn das Kind verletzt wird oder der Penis an seinen Kopf stößt? Bedenken wie diese plagen Frauen und vor allem Männer immer wieder, wenn es um das Thema Sex in der Schwangerschaft geht. Doch es kann Entwarnung gegeben werden: Das Baby bleibt vom sexuellen Akt definitiv unberührt. Es kann weder verletzt werden, noch bekommt es vom Liebesspiel viel mit. Der Gebärmutterhals ist mit einem Schleimpfropf verschlossen und das Baby schwimmt vor Stößen und Erschütterungen geschützt im Fruchtwasser innerhalb der Fruchtblase, die von der Gebärmutterwand umgeben ist. Damit ist das Ungeborene bestens abgeschottet und sicher gebettet. Der Penis wird das Kind also auch nicht berühren können. Bedenken sind damit unbegründet.

Wann sollte auf Sex in der Schwangerschaft verzichtet werden?

So stark das sexuelle Verlangen auch sein mag, in begründeten Fällen ist es wichtig, sexuelle Aktivitäten während der Schwangerschaft zu reduzieren oder auch ganz einzustellen – mitunter sogar über die ganze Dauer der Schwangerschaft. Kam es bereits zu Blutungen, vorzeitigen Wehen oder verliert die Frau Fruchtwasser, sollte Geschlechtsverkehr gemieden werden. Gleiches gilt, wenn die Plazenta vor dem Muttermund liegt, sich der Muttermund zu früh öffnet und in Folge dessen eine Frühgeburt droht oder bei einer Placentainsuffizienz. Sie liegt vor, wenn die Funktionsfähigkeit des Mutterkuchens eingeschränkt ist. Zu Vorsicht ist außerdem zu raten, wenn es in der Vergangenheit bereits zu Fehlgeburten kam, Mehrlinge erwartet werden,  oder aus anderen Gründen eine Risikoschwangerschaft vorliegt. Schließlich sollte auf Sex verzichtet werden, wenn die Fruchtblase bereits geplatzt ist. In jedem Fall sollte das Thema Sex in der Schwangerschaft mit dem Arzt besprochen werden.

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Sex während der Schwangerschaft: Gefährlich?

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