Seitensprung: Wie soll man das verzeihen?

Montag, 15.12.2014

Jemandem einen Seitensprung oder gar eine Affäre zu verzeihen, gestaltet sich oft schwieriger als man annimmt. Doch viele Betroffene kämpfen um ihre Beziehung und wollen nicht aufgeben. Laut einer Studie soll der christliche Glaube dabei helfen.

Häufig würden die Auswirkungen, die ein Seitensprung oder einer Affäre beim Fremdgeher verursachen, den Symptomen ähneln, die ein Unfall bei dessen Verursacher auslöst, so berichtet die Online-Ausgabe des Hamburger Tagesblatts. Der Betrogene und der Betrüger würden scheinbar unter Schuldgefühlen, Panik und Angst leiden. Nun gilt es daran, jene Seitensprung-Symptome beiderseits zu verarbeiten, wenn man die Beziehung nicht aufgeben möchte. Laut einer aktuellen Studie, solle der christliche Glaube dabei helfen, nach dem Seitensprung das Vertrauen wieder herzustellen.

Seitensprung vergiftet den Alltag

"Wenn ich eine fremde Telefonnummer auf seinem Handy entdecke, dann bricht wieder alles auf, obwohl das Ganze schon ein halbes Jahr zurückliegt", zitiert die Tageszeitung eine betrogene Frau. Solche gedanklichen Rückschläge gestalten den Alltag mit dem Partner nicht leicht, sondern im Gegenteil. Einem geliebten Menschen einen Seitensprung, welcher oftmals mit Lügen und Hintergehen verbunden, ist zu verzeihen, erscheine für viele vorerst unmöglich. Laut einer von TNS Emnid durchgeführten Studie, solle der hingegen der christliche Glaube in einer Beziehung dabei helfen, einen Seitensprung zu vergeben. Hierfür wurden 1400 Männer und Frauen befragt. Jene Paare, die ihren Glauben in der Beziehung ausleben, berichten scheinbar von einem ausgeprägten Wohlwollen gegenüber ihrem Partner. Im christlichen Glauben gehöre nämlich die Kunst der Vergebung zum Kern der Religion. Renke Brahms, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sei sich sicher, dass die Enttäuschung, die der Betrogene beim Seitensprung erlebt zu überwinden sei: "Vergebung ist möglich, in der Familie genauso wie in der Gesellschaft", zitiert ihn abendblatt.de. Vergebung  ist keinem 5-Stufen-Diätplan gleichzusetzen, die Besinnung sei laut Renke Brahms für Vergebung unabdingbar. "Vergeben, das ist eine Kunst, die Zeit braucht und den Willen, sich den Verletzungen aktiv zu stellen", zitiert die Hamburger Tageszeitung den Leiter der evangelischen Lebensberatung Ulrich Leube.

Den Seitensprung konfrontieren

Laut Leube sei der erste Schritt der Vergebung des Seitensprungs, die Suche nach einem Gespräch, über das Geschehene. Dies gebe dem Schmerz etwas Raum. Doch trotz vieler Gespräche ist der Seitensprung oder gar eine Affäre oftmals der Auslöser für eine Trennung. Das eine intensive Diskussion des Seitensprungs ihn nicht ungeschehen mache, sei dem Braunschweiger Psychologen Christoph Kröger durchaus bewusst, so abendblatt.de. Das Vertrauen sei nach so einem Erlebnis zerstört, so Kröger. Wer sich dennoch konsequent auf eine Therapie einlasse, habe gute Chancen das Vertrauen in der Beziehung wieder herzustellen, so das Hamburger Abendblatt.

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