Nach der Geburt: Wann kommt die Periode?

Dienstag, 15.07.2014

Die Schwangerschaft ist durchgestanden, das Baby ist da – jetzt heißt es, warten auf die erste Periode nach der Geburt. Wann tritt sie ein und von welchen Faktoren ist das abhängig? fem.com hat alle Infos.

Wie schön kann es sein, neun Monate von der Periode befreit zu sein, sich keine Sorgen darüber machen zu müssen, das nächste Tampon oder die Binde stets griffbereit zu haben. Nach der Geburt allerdings ist damit Schluss. Der Hormonhaushalt stellt sich wieder um und damit kehrt auch der monatliche Zyklus zurück – inklusive Regelblutung.

Die erste Periode nach der Geburt

Wann die erste Periode nach einer Geburt einsetzt, ist zunächst vom körperlichen und hormonellen Zustand der Frau abhängig. Dieser kann sich von Frau zu Frau unterscheiden, weil jede sich anders von der Schwangerschaft erholt. Ein weitere Faktor ist das Stillen: Stillen Sie Ihr Kind in regelmäßigen Abständen, werden Sie Ihre Menstruation voraussichtlich später bekommen als Frauen, die Ihren Kindern die Flasche geben. Als Faustregel gilt: Je öfter und länger Sie Ihr Baby stillen, desto später setzt Ihre Periode wieder ein – im Extremfall also erst nach dem Ende der Stillzeit. Das kommt daher, dass stillende Frauen das Hormon Proktalin produzieren, welches für die Milchbildung verantwortlich ist und den Eisprung unterdrückt. Wird die Milchbildung zurückgefahren, sinkt der Proktalinspiegel und die Zyklushormone beginnen wieder zu wirken. Geben sie Ihrem Kind die Flasche? Dann stellt sich die erste Blutung circa sechs bis acht Wochen nach der Geburt ein. 

Video: Nach der Schwangerschaft - weg mit dem Speck

Wochenfluss statt Periode

Unmittelbar nach der Geburt setzt bei jeder Frau der Wochenfluss ein – das restliche Blut, der Schleim und das Plazentagewebe werden hier ausgeschieden. Dieser wird oft mit der Periode der Frau verwechselt, da er ihr zu Beginn sowohl von der Konsistenz als auch von der Farbe gleicht. Mit der Zeit verändert sich allerdings die Farbe des Ausflusses – vom anfänglichen Rot zu Braun bis zu einem finalen Weiß/Gelb. Der Frauenarzt wird Ihnen passende Binden mit auf den Weg geben. Nach etwa zwei bis sechs Wochen verschwindet der Wochenfluss schließlich wieder. Sollten Sie über diesen Zeitraum hinaus unter Blutungen leiden, konsultieren Sie einen Arzt, der Ihnen weitere Schritte erklären wird.

Schwanger werden während der Stillzeit?

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An dieser Stelle sei noch auf einen wichtigen Irrtum hingewiesen: Lässt Ihre Periode aufgrund der Stillzeit nach der Geburt noch auf sich warten, heißt das nicht, dass Sie vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt sind. Sie können schon vor Ihrer ersten Menstruation schwanger werden, da der Eisprung vor dem Einsetzen der Regelblutung abläuft. Setzen Sie also auch während der Stillzeit beim Sex auf Verhütung.

Mit der Regelblutung abstillen?

Stellt sich nach der Geburt noch während der Stillzeit Ihre erste Periode ein, müssen Sie deshalb nicht abstillen. Auch während der Menstruation weist die Milch noch einen hohen Nährwert auf – nur in der Menge kann sie ein wenig abweichen, der Geschmack könnte sich verändern und auch Ihre Brustwarzen könnten empfindlicher sein.

Veränderung der Periode nach einer Geburt

Ihr Zyklus braucht eine Weile, bis er sich nun wieder in seinen gewohnten Rhythmus einpendelt. Zu Anfang könnte die Periode nach der Geburt sehr stark ausfallen und länger andauern als gewohnt – nach circa drei Zyklen sollte der Körper seinen alten Rhythmus allerdings wiedergefunden haben und die Periode kommt in regelmäßigen Abständen. Außerdem kann sich das Einführen des Tampons ungewohnt anfühlen – dies ist nach einer Geburt normal, da die Scheide sehr empfindlich ist. Warten Sie daher eventuell noch eine Weile und nutzen in der Zwischenzeit Binden.

Text: Thyra Deecke

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Wann mit der Periode nach einer Geburt zu rechnen ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Wann die Periode nach einer Geburt wieder einsetzt, ist von mehreren Faktoren abhängig: unter anderem dem Hormonhaushalt der Frau und der Frage, ob nach der Schwangerschaft gestillt wird oder nicht.

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