Warum werde ich nicht feucht?

Mittwoch, 07.09.2016

Die Lust steigt, ein prickelndes Gefühl breitet sich im Körper aus und trotzdem reicht das nicht. "Warum werde ich nicht feucht?", fragen sich viele Frauen, wenn beim Sex nicht alles klappt wie erhofft. Wenn die Schleimhäute nicht ausreichend Feuchtigkeit produzieren, können Schmerzen entstehen. Umso wichtiger zu wissen, was dahinter steckt.

Für manche Frauen ist es unbegreiflich. Obwohl sie große Lust verspüren, sich mit ihrem Partner zwischen den Laken zu tummeln, produzieren sie untenrum nicht ausreichend Feuchtigkeit, um den Sex in vollen Zügen genießen zu können. Woran das liegt? Hier findest du mögliche Antworten auf die Frage "Warum werde ich nicht feucht?".

So funktioniert das weibliche Geschlechtsorgan

Um sich der Beantwortung der Frage "Warum werde ich nicht feucht?" zu nähern, ist es wichtig, die Vorgänge im weiblichen Körper zu verstehen. Ist eine Frau erregt, werden in der Regel kleine Schwellkörper in der Vagina aktiviert – sie produzieren ein Scheidensekret. Dieses erleichtert das Eindringen beim Sex und macht das Liebesspiel angenehmer.

Wird nicht genügend Sekret produziert, ist der Vorgang gestört. Dringt der Mann trotzdem ein, stellen sich mitunter schnell Schmerzen ein, da die Reibung aufgrund des fehlenden natürlichen Gleitfilms zu intensiv ist. Ein Teufelskreis: Der Sex wird als unbefriedigend empfunden und das nächste Mal wird aufgrund der wunden Stellen sogar noch unangenehmer. Damit keine Angst entsteht, ist es umso wichtiger, dass Frau schnell Gegenmaßnahmen ergreift, um den Geschlechtsakt nicht negativ in Erinnerung zu behalten.

Die einfachste Antwort auf die Frage "Warum werde ich nicht feucht?"

Keine Lust auf Sex

Wenn du nicht in Stimmung bist, klappt es auch nicht mit dem Feuchtwerden.

Stelle dir zunächst eine wichtige Frage: Hattest du wirklich Lust auf den Sex? Denn falls du einfach nicht in der Stimmung warst, ist es kein Wunder, dass es untenrum nicht so lief, wie du es dir vorgestellt hast. War das Vorspiel zu kurz, warst du zu müde oder zu gestresst, produziert die Vagina bei einigen Frauen nicht ausreichend Sekret. Das ist kein Grund zur Sorge. Achte beim nächsten Mal jedoch darauf, dass ihr euch ausreichend Zeit für dich nehmt und du deinem Partner sagst, was du dir von ihm wünscht. Etwas mehr Abwechslung oder mehr Aufmerksamkeit können wahre Wunder wirken.

Unterdrückte sexuelle Fantasien

Beantwortet das deine Frage "Warum werde ich nicht feucht?" nur bedingt? Dann solltest du dir bewusst machen, was du von deinem Sexleben erwartest. Manchmal können nicht ausgelebte sexuelle Fantasien der Auslöser für den Mangel an Feuchtigkeit in der Scheide sein. Frauen mit gewissen Vorlieben im Bett trauen sich oft nicht, mit ihrem Partner darüber zu sprechen – aus Angst, dafür verurteilt zu werden. Dabei ist es sehr wichtig, über sexuelle Wünsche miteinander zu reden. Vielleicht teilt der Partner ja die gleiche Fantasie? Das kannst du nur herausfinden, wenn du dich öffnest – dann läuft's im Bett garantiert auch wieder besser.

Warum werde ich nicht feucht?: Körperliche Ursachen

Treffen all diese Möglichkeiten nicht auf dich zu, ist es wichtig, mit dem Arzt über die Probleme zu sprechen. Denn es können auch medizinische Ursachen hinter der ausbleibenden Feuchtigkeit stecken – etwa ein Mangel an dem Sexualhormon Östrogen. In der Haut der Scheide und im Bindegewebe finden sich zahlreiche Rezeptoren für das weibliche Hormon. Östrogen fördert im Vaginalbereich die Zellerneuerung, Durchblutung und Feuchtigkeitssekret.

Die Pille kann auch ein Grund sein

Die Pille schränkt die körpereigene Östrogenproduktion ein.

Ein weiterer Auslöser für einen etwaigen Mangel können die Wechseljahre sein. In der Menopause werden die Rezeptoren nicht mehr ausreichend aktiviert, die Haut im Intimbereich wird dünner und die Durchblutung verschlechtert sich. Und das wiederum hat zur Folge, dass das Gewebe an Feuchtigkeit und Elastizität verliert. 

Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, sollten sich ihr Präparat noch einmal genauer anschauen. Gewisse Medikamente, beispielsweise niedrig dosierte Östrogen-Gestagen-Präparate (Mikropille) oder gar jene, die nur Gestagen enthalten, können Scheidentrockenheit verursachen. Der Grund: Die körpereigene Östrogenproduktion wird eingeschränkt oder sogar unterdrückt. In einem solchen Fall ist es wichtig, den Frauenarzt zurate zu ziehen und der Frage "Warum werde ich nicht feucht?" auf den Grund zu gehen. Werden die Beschwerden nicht gelindert, sind Frauen aufgrund der geringeren Durchblutung mitunter auch anfälliger für Infektionen.

Die Lust steigt, ein prickelndes Gefühl breitet sich im Körper aus und trotzdem reicht das nicht.

Es ist wichtig, den weiblichen Körper zu verstehen, um Scheidentrockenheit verhindern zu können.

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07.09.2016 11:00
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