Post-Wedding-Blues – Just depressive

Es gibt eine Krankheit, die ausschließlich bei frischverheirateten Menschen auftritt: der Post-Wedding-Blues. Was es damit auf sich hat.

Immer mehr Newly-Weds fühlen sich schlecht: Das rauschende Fest ist vorbei, das süße Eheleben soll beginnen - stattdessen gibt's Frustration und Tränen. US-Mediziner haben den so genannten Post-Weddings-Blues nun offiziell als eine Form von Depressionen eingestuft. Besonders Frauen sollen davon betroffen sein: Angeblich stürzt jede zehnte Braut aus den Vereinigten Staaten in den ersten Wochen oder Monaten ihres Ehelebens in ein sattes Stimmungstief.

Zu hohe Erwartungen

Psychologen führen dies darauf zurück, dass viele Menschen den Zustand des Verheiratetseins überschätzen und glauben, nach der Hochzeit vom Ehepartner auf Rosen gebettet zu werden. Stattdessen werden sie mit Meinungsverschiedenheiten, dreckigen Socken und den Macken des oder der Liebsten konfrontiert.

Weiterer Grund für den Blues: Mit der Zeit schwinden die Glückshormone, die das schöne Verliebtheitsgefühl ausgelöst haben. Die Welt ist nicht mehr rosarot, der Sex wird weniger - und viele Menschen beginnen, an den Gefühlen für ihren Partner zu zweifeln.

Kommunikation hilft

Klingt schrecklich, ist aber ganz normal. Nach Meinung von Experten könnten die Depressionen häufig durch mehr Kommunikation verhindert werden. Wer den Lebensgefährten nicht als selbstverständlich betrachtet und auch nach langer gemeinsamer Zeit noch versucht, ihn besser kennenzulernen, hat gute Chancen auf langfristiges Eheglück.

Förderlich für eine ausgeglichene Beziehung ist es außerdem, auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen und eigene Wünsche zu äußern - egal, ob es um Sex oder den Haushalt geht. Um eine Partnerschaft lebendig zu halten, braucht es eben mehr als das Wissen "wir sind verheiratet".

Deutsche sind pragmatischer

In Deutschland dürfte der Post-Wedding-Blues ein geringeres Problem sein als in den USA: Hierzulande heiraten die meisten Paare erst Jahre nach ihrem Kennenlernen - und haben oft schon den Alltag miteinander erprobt. Die erste Verliebtheitsphase ist dann längst vorbei, überhöhte Erwartungen sind unwahrscheinlicher.

In den USA hingegen wird - häufig aus religiösen Gründen - schneller geheiratet, die romantische Zeremonie ist quasi das Sahnehäubchen auf dem Verliebtheitsgefühl. Zudem sind US-Amerikaner jünger als Europäer, wenn sie vor den Altar treten: Das durchschnittliche Heiratsalter liegt für Männer bei 27, für Frauen bei 26 Jahren. Die Deutschen heiraten im Schnitt mit knapp 31 bzw. 29 Jahren.

Jede zweite Ehe scheitert schnell

50 Prozent der in den USA geschlossenen Ehen zerbrechen innerhalb von fünf Jahren - ob der Post-Wedding-Blues daran Schuld ist, ist noch unbekannt. Sieht so aus, als hätten US-Therapeuten in Zukunft einiges zu tun.

Web-Tipp: Ist mit der Hochzeit schon das Schönste vorbei?
Lesen Sie den Beitrag "In die Ehe und durch den Wind" auf der fem-Partnerwebseite Liebe ART




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Post-Wedding-Blues
Just depressive
Es gibt eine Krankheit, die ausschließlich bei frischverheirateten Menschen auftritt: der Post-Wedding-Blues. Was es damit auf sich hat.
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26.11.2008 14:06
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