Pornos: Dinge, die angeblich jeder beim Sex macht

Mittwoch, 12.04.2017

Nicht selten beziehen Teenager heutzutage ihre Antworten zum Thema Sex aus Pornos. Darin werden Praktiken gezeigt, die als sexuell reizvoll gelten und den Betrachter erregen sollen. Doch wie viel haben die Erotikfilmchen eigentlich mit der Realität zu tun? 

Schneller, praller, härter – mit diesen Worten lässt sich der Sex in Pornos im Unterschied zum privaten Liebesspiel in der Realität wohl am besten beschreiben. Viele, die Antworten auf Fragen zum Thema Sex in Pornos suchen, bekommen daher ein verzerrtes Bild geboten.

In Erotikfilmen wird geschummelt

In Pornos wird getrickst und geschnitten, was das Zeug hält. So sind die Darsteller beispielsweise immer und überall bereit für Sex. Männer sind in Pornos oftmals besser ausgestattet, viele der Frauen haben perfekt geformte Brüste, aufgespritzte Lippen und manchmal auch nach einer vermeintlichen Norm operierte Geschlechtsteile.

Pornos haben ein klar definiertes Ziel: den Betrachter sexuell zu erregen. Doch mit der Realität haben die dargestellten Sexspielchen oft nur wenig gemein. Denn bestimmte Praktiken, die in Pornos möglicherweise völlig normal oder selbstverständlich erscheinen, bedürfen im echten Leben einer Menge Vertrauen, 

guter Kommunikation – und vor allem bestimmter Vorbereitung.

Kondome schützen vor ungewollter Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten.

Kondome schützen vor ungewollter Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten.

Sex ohne Kondom?

Verhütung? Kaum ein Thema in Pornos. Wer eine ungewollte Schwangerschaft vermeiden und das Risiko von Geschlechtskrankheit minimieren will, sollte Safer Sex betreiben. Wichtig: Wer Spaß an Analverkehr hat, sollte das Kondom unbedingt wechseln, bevor mit der vaginalen Stimulation weitergemacht wird. Ober verwöhne deinen Schatz zwischendurch doch einfach mal mit einem sexy Handjob. Er wird bestimmt nichts dagegen haben.

Facial: Ejakulation ins Gesicht

Ein großer Trend in Pornofilmen: Der Mann oder gar mehrere Männer ejakulieren in das Gesicht der Sexualpartnerin. Facial wird die Sexualpraktik genannt, die in Pornos fast schon zum guten Ton gehört und auf die im echten Leben allerdings längst nicht jede Frau steht. Also: Bloß nicht einfach ausprobieren, unbedingt vorher besprechen, wie ihr dazu steht.    

Würgespiele, Deepthroating und Co.: Harter Sex

Allzeit breit: Harter Sex steht bei vielen Pornodarstellern auf der Tagesordnung. Auf ein ausgiebiges Vorspiel wird meist verzichtet. Stattdessen kommen sie sofort zur Sache. Dann stehen unter anderem Praktiken wie aggressive Penetration, Schläge, Würgespiele oder aber das sogenannte Deepthroating, bei dem der Penis besonders tief in den Mund und in den Rachen der Partnerin gestoßen wird, auf dem Programm.

Doch das kann in der Realität ganz schön schmerzhaft sein und ist ohne die Einwilligung alles andere als in Ordnung. Es gilt deshalb, Grenzen festzulegen und vor dem Liebesspiel zu klären: Wie weit dürfen beide gehen? Im besten Fall vereinbarst du mit deinem Sexpartner auch ein Saveword, das ihr aussprechen könnt, wenn ihr aufhören wollt.

Fesselspiele können das Liebesleben durchaus aufpeppen.

Fesselspiele können das Liebesleben durchaus aufpeppen.

Fesselspiele à la "Fifty Shades of Grey"

Nicht nur dank Pornos, sondern auch dank "Fifty Shades of Grey" haben Krawatten, Schals, Seile oder Handschellen längst Einzug in zahlreiche Schlafzimmer gehalten. Keine Frage, viele stehen auf Fesselspiele und derartige erotische Accessoires können durchaus Schwung in das Liebesleben bringen. Allerdings ist die Grenze zwischen Angst und Vergnügen schnell überschritten. Ohne gemeinsame Zustimmung kann das Ganze ziemlich erniedrigend und furchterregend sein.

Durch das Hintertürchen

Analsex gehört schon regelrecht zum Standardrepertoire von Erotikfilmen und sieht beinahe selbstverständlich aus. Es scheint gar nicht wehzutun. Doch wer bereits Erfahrungen mit dieser Sexpraktik gemacht hat, der weiß, dass Analsex nicht immer angenehm ist und vor allem nicht ohne Vorwarnung durchgeführt werden sollte. Ein plötzlicher Wechsel von Vaginal- zum Analverkehr kann ganz schön schmerzhaft sein. Obendrein schädigt es möglicherweise das Vertrauen zwischen den Partnern sehr. Daher gilt auch bezüglich Analsex, die Fronten vorher genau abzuklären und nicht einfach auf das zu vertrauen, was in Pornos vermittelt wird.

Ist Sex in der Realität genauso, wie er in Pornos dargestellt wird?

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12.04.2017 20:41
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