Oralverkehr echter Sex? – "Clinton-Lewinsky-Effekt"

Mittwoch, 21.04.2010

Ist Oralverkehr "richtiger" Sex? Diese Frage wurde im Rahmen einer Studie US-Studenten gestellt. fem.com verrät, was Bill Clinton mit den skurrilen Ergebnissen zu tun hat.Sexual-Wissenschaftler in den USA haben herausgefunden, dass College-Studenten Oralverkehr immer seltener als "Sex" bezeichnen.

Oralsex ist nur für 20 Prozent richtiger Sex

Eine Studie der Abteilung "Family Studies" der Universität Kentucky hatte 477 Studenten - darunter 328 Frauen und 149 Männer - zu ihrer Definition von Sex befragt. Verblüffendes Ergebnis: Nur rund 20 Prozent bezeichneten Oralverkehr als Sex.

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Nach Aussage des Studienleiters Jason D. Hans waren diese Werte unabhängig vom Geschlecht, sozialem Hintergrund oder sexueller Erfahrung der Befragten. Bei einer entsprechenden Umfrage 1991 waren es noch doppelt so viele Studenten gewesen, für die Oralsex gleichbedeutend mit Geschlechtsverkehr war.

Allgegenwärtigkeit von Sex in den Medien schuld?
Die Forscher bieten für ihr Studienergebnis verschiedene Erklärungsansätze. Die Allgegenwärtigkeit von Sex in den Medien ist einer davon.

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Besonders spannend ist jedoch das, was die Forscher als den "Clinton-Lewinsky-Effekt" bezeichnen: Die Hypothese der Wissenschaftler lautet, die Betrachtung von Oralverkehr sei stark von der Aussage des Ex-US-Präsidenten Bill Clinton beeinflusst worden, der nach seiner Oralsex-Affäre mit Monica Lewinsky unter Eid gesagt hatte: "Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau."
Sieben Monate später hatte Clinton zugegeben, einen "unpassenden intimen Kontakt" zu Monica Lewinsky gehabt zu haben - er sei dabei aber nicht aktiv gewesen. Unter einer "sexuellen Beziehung" verstehe er eben weder Oralsex noch Petting, sondern nur den Koitus.
Clintons Aussage hatte Einfluss auf Teenager
"Die aktuell befragten Studenten sind nach der Clinton-Lewinsky-Ära erwachsen geworden", so die Wissenschaftler gegenüber dem US-Online-Dienst huffingtonpost.com. Die Affäre habe für die Studienteilnehmer damit ganz sicher einen Effekt auf die Betrachtung von Oralverkehr gehabt - anders seien die starken Schwankungen in der Definition von Sex nicht zu erklären.
Jason D. Hans und seine Kollegen betrachten den Trend mit Sorge: Wie sie auf dem wissenschaftlichen Portal interscience.wiley.com mitteilen, halten sie es für möglich, dass durch die neue Definition von Oralsex mögliche Gesundheitsrisiken verharmlost würden. Spezielle Aufklärungsprogramme müssten hier ansetzen und den Jugendlichen auf die Krankheiten hinweisen, die durch Oralverkehr übertragen werden könnten.

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21.04.2010 13:47
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