One-Night-Stands: Walk of Shame oder unverschämt gut?

Montag, 30.06.2008

Sexuelle Befreiung hin oder her - die meisten Frauen können wohl doch nicht aus ihrer Haut. Eine Umfrage ergab: Männer fühlen sich nach einem One-Night-Stand bestätigt, Frauen dagegen benutzt.

Lindsay Lohan gilt als Hollywoods Queen of One-Night-Stands, sie hat sich erst Anfang Juni mit Bobbi Browns Sohn auf einer Club-Toilette vergnügt, was letzterer wiederum freimütig der Presse erzählte. Lindsay steht zu ihrer Freizügigkeit und hat schon des öfteren betont, sie schlafe mit wem sie will und wolle sich ausleben.

Die One-Night-Stand-Realität sieht aber oft anders aus. Eine Freundin nannte es mal den "Walk of Shame", den Weg nach Hause am Morgen nach einem One-Night-Stand. Sie saß in der U-Bahn und hatte das Gefühl, die Leute würden sie anstarren. So als sähen sie, dass meine Freundin gerade unverbindlichen Sex mit einem Fremden hatte. In ihrer Wohnung angekommen, stellte sie sich erst mal unter die Dusche, und das eine halbe Stunde.
Eine Online-Umfrage der Durham Universität in England bestätigt nun dieses Scham-Gefühl meiner Freundin als typisch weiblich. Die Leiterin dieser Studie,  Professor Anne Campbell, wollte von Männern und Frauen wissen, wie sie sich nach einem One-Night-Stand fühlten.

Knappe 1.800 User haben mitgemacht und unterm Strich kam raus: Männer fühlen sich bestätigt, Frauen hingegen benutzt. Während 80 Prozent der Männer ihre Gefühle am Morgen danach als absolut positiv schildern, sind es bei den Frauen nur 54 Prozent. Im Gegensatz zu den befragten Frauen, neigten die Männer auch dazu, gegenüber anderen von der Nacht als "Erfolgserlebnis" zu sprechen. Das Gefühl von Scham und die Sorge um den eigenen Ruf brächten Frauen dazu, den One-Night-Stand zu verschweigen, so die Umfrage.

Auch bei der Einschätzung, ob der Sex befriedigend war, sind die Frauen auf der Verliererseite. Stellt sich die Frage, warum sich frau dann überhaupt einlässt auf ein einmaliges Schäferstündchen?

Entgegen aller Vorurteile wäre die Hoffnung, dass sich aus der sexuellen auch eine Beziehung jenseits des Bettes ergäbe, keine Triebfeder gewesen. Grund scheinen vielmehr die Hormone zu sein, wie Campbell mit ihrer Umfrage herausfand: Gerade während der fruchtbaren Tage (also zwischen dem 10. und 18. Zyklustag) hätten Frauen vermehrt Lust auf Sex und seien daher auch eher bereit für einen One-Night-Stand.

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6 Facts zum One-Night-Stand

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30.06.2008 11:51
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