Öko-Sex: Studie – Grünes Liebesleben?

Dienstag, 06.12.2011

Stehen wir an der Schwelle zu einer neuen (grünen) sexuellen Revolution? Das Wort Öko-Sex zumindest ist in aller Munde.

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Mülltrennung und Recycling sind in Deutschland das Normalste der Welt. Und wer seine Medikamente in den Abfluss schüttet oder mit dem Auto zum Bäcker fährt, der hat zumindest ein schlechtes Gewissen. Kurz: Ökologisches Denken nimmt in unserem Leben einen wichtigen Platz ein. Doch gilt das auch für unser Liebesleben?

Schadstofffreie Sex-Toys

"Was soll denn an Sex umweltschädlich sein", mag sich da so manch einer fragen. Die Antwort: Mehr, als man auf den ersten Blick denkt! Eine Lanze für das Thema "Öko-Sex" hat die amerikanische Autorin Stefanie Iris Weiss mit ihrem gleichnamigen Buch gebrochen ("Eco-Sex. Go Green Between the Sheets and Make Your Love Life Sustainable", ca. 11 Euro, bestellbar z.B. über www.amazon.de). Weiss nimmt darin das Liebesleben der Wohlstandsgesellschaft unter die Lupe - angefangen bei hormonellen Verhütungsmethoden über schadstoffhaltige Sex-Toys bis hin zum Benzinverbrauch auf dem Weg zum Date.

Dabei geht es der Autorin nicht um Verzicht, sondern um den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Frontlinie verläuft also nicht zwischen Jute-Lümmeltüte und Latex-Kondom oder zwischen Coitus interruptus und Pille.

Öko-Sex ist Trend

Wie die Ergebnisse einer Umfrage unter 4.500 Mitgliedern des Online-Portals joyclub.de nahelegen, ist das Thema "Öko-Sex" auch in den deutschen Köpfen auf dem Vormarsch: Gut 30 Prozent der Befragten legen demnach Wert auf die umweltverträgliche Entsorgung von Kondomen. Das heißt, sie beseitigen ihre Präservative über den Hausmüll und nicht über die Toilette, wo sie Rohre verstopfen können und womöglich in Gewässern landen.

Sex-Toys ohne Weichmacher

Jeweils 24 und 27 Prozent achten auch darauf, dass Kondome und Sex-Toys fair gehandelt sind. 59 Prozent kennen Sex-Spielzeuge ohne Weichmacher und Giftstoffe. Ungebräuchlich scheinen allerdings Vibratoren mit Solarladegerät zu sein. Nur sieben Prozent der Befragten haben schon von den Strom sparenden Glücksspendern gehört.
Bei Dessous und Bettwäsche hat das Umweltbewusstsein dann allerdings seine Grenzen: Nur 14 Prozent der Männer und Frauen sind Öko-Laken wichtig. Noch unbeliebter ist Wäsche aus Bio-Baumwolle: Lediglich acht Prozent der Untersuchungsgruppe kann Öko-Dessous etwas abgewinnen.

Sexy Umweltaktivisten

Und wie weit würden die Befragten für ihre grüne Einstellung gehen? Immerhin bezeichnen sich 85 Prozent der Interviewten als umweltbewusst ... Würden sie zum Beispiel der Umweltaktivistin Natalie Mandeau nacheifern, die mit Sex die Natur retten wollte und die Online-Initiative "Fuckforforest.com" gründete? Dort können sich Liebhaber gegen eine Monatspauschale Erotikfilme anschauen. 80 Prozent der Gebühren gehen als Spende an Regenwaldprojekte in Südamerika.

Überraschendes Umfrageergebnis: Die Befragte könnten sich tatsächlich von diesem Vorbild anstecken lassen! 25 Prozent können sich vorstellen, als Protagonisten in einem Fuckforforest-Film mitzuwirken. Das ist wahrer Einsatz für die Umwelt!



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