Menstruation & Zyklus: Ein Blick in den Körper der Frau

Dienstag, 26.01.2016

Weißt du genau, was in deinem Körper Monat für Monat vor sich geht? Von der Menstruation bis zum Eisprung: Wir erklären, wie ein weiblicher Zyklus abläuft und was du über die Periode wissen solltest.

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet mit dem Tag vor dem Einsetzen der nächsten Monatsblutung. Während der Blutung, die wegen der regelmäßigen Wiederkehr auch Periode oder Regel genannt wird, wird die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und über mehrere Tage zusammen mit etwa 150 Millilitern Blut in die Scheide ausgestoßen. Da die Gebärmutter ein Muskel ist, der sich während der Menstruation zusammenzieht, nimmst du diesen Vorgang vielleicht durch ziehende Schmerzen wahr. Auch leichte Rückenschmerzen sind kurz vor und während der Blutung normal. Werden die Schmerzen sehr stark, kann dir ein Frauenarzt weiterhelfen.

Nach der Menstruation folgt die Folikelphase

Mit dem Ende der Menstruation beginnt sich die Schleimhaut erneut aufzubauen. Parallel dazu reifen Eibläschen (Follikel) im Eierstock heran, die jeweils eine Eizelle enthalten. Diese erste Phase des Zyklus wird deshalb auch "Follikelphase" genannt. In der Regel entwickelt sich eines der Follikel als dominantes Eibläschen weiter, bis es schließlich platzt und die Eizelle freigibt. Dieser Eisprung findet bei einem regelmäßigen Zyklus, der idealtypisch 28 Tage umfasst, etwa am 14. Zyklustag statt.

Vom Eisprung zur Gelbkörperphase

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Nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur um etwa ein halbes Grad an. Die Temperatur bleibt bis zur nächsten Menstruation erhöht, um mit Eintreten der Blutung wieder auf den Normalwert abzusinken. Die Blutung setzt rund vierzehn Tage nach dem Eisprung ein, sofern keine Schwangerschaft eingetreten ist. Findet dein Eisprung also zum Beispiel am 16. Zyklustag statt, kannst du am 30. Tag mit deiner Periode rechnen.

Auf den Resten des geplatzten Follikels bildet sich nach dem Eisprung der sogenannte Gelbkörper. Nach diesem Hormon ist die zweite Phase des Zyklus mit "Gelbkörperphase" benannt. Wird die Eizelle nicht innerhalb von etwa 24 Stunden befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück, die Schleimhaut wird überflüssig und mit Einsetzen der nächsten Menstruation abgeblutet. Ein neuer Menstruationszyklus beginnt.

Vor der Menstruation: Prämenstruelles Syndrom häufig

Bevor die Menstruation einsetzt, fühlen sich viele Frauen unwohl. Sie leiden etwa unter Stimmungsschwankungen und bekommen leichter Kopfschmerzen. Durch den Einfluss des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte wird vermehrt Wasser im Körper angelagert, wodurch du dich vielleicht etwas dicker und unbehaglicher fühlst. Die Brüste können schmerzhaft vergrößert sein. Dieses Phänomen wird kurz PMS genannt, prämenstruelles Syndrom. Übersetzt heißt das: ein vielschichtiges Krankheits- und Beschwerdebild vor der Menstruation. Mit Einsetzen der Menstruation und somit dem Beginn eines neuen Zyklus ist der Spuk aber schlagartig vorbei, und die gute Laune und der Tatendrang kehren zurück.

Wenn du hormonelle Verhütungsmittel nimmst, ist der Zyklus übrigens reguliert und du dürftest normalerweise kein PMS bekommen.

Was Sie außerdem über Menstruation und Zyklus wissen sollten

Mädchen bekommen die erste Menstruation meist zwischen dem neunten und 15. Lebensjahr. Die erste Blutung wird als "Menarche" bezeichnet. Doch wann immer die erste Blutung einsetzt, ist sie meist noch nicht regelmäßig, sondern muss sich erst über mehrere Monate oder auch ein bis zwei Jahre hinweg einspielen.

Als regelmäßig wird ein Zyklus bezeichnet, der zwischen 25 und 35 Tage lang ist. Im Mittel sind es 28 Tage, das entspricht einem Mondzyklus oder vier Wochen. Allerdings haben nur zehn Prozent aller Frauen so exakte Zykluslängen, bei den meisten gibt es Variationen von mehreren Tagen.

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Ein regelmäßiger Alltag und Ausgeglichenheit spiegeln sich meist auch in regelmäßigen Monatszyklen wider. Seelischer Stress, harte körperliche Arbeit und Leistungssport, aber auch Schichtarbeit führen hingegen häufig zu Unregelmäßigkeiten. Das kann mehrere Zyklen betreffen oder auch nur einen Zyklus, zum Beispiel nach einer anstrengenden Reise mit einer Verschiebung der Zeitzone.

In ihrem Leben bekommen Frauen etwa 500 Zyklen. Mit Beginn der Wechseljahre, also circa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, wird die Menstruation immer unregelmäßiger und endet schließlich. Die letzte Blutung wird als Menopause bezeichnet.

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Von der Menstruation bis zum Eisprung: Der weibliche Zyklus ist ein komplexer Prozess.

Menstruation, Follikel, Eisprung, Gelbkörperphase: Der weibliche Zyklus ist ein komplexer Prozess, der allerdings jeden Monat nach dem gleichen Schema verläuft.

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