G-Punkt-Spritze: Pimp-up my G-Point!

Montag, 28.07.2008

Der G-Punkt, um dessen Existenz bis zum heutigen Tag gestritten wird, lässt sich neuerdings auftunen: Seine Unterspritzung soll in 70 Prozent der Fälle die sexuelle Erregbarkeit der Frau verstärken.

Der neue Columbus des G-Punktes heißt Dr. Jannini, ist Endokrinologe an der Universität L'Aquila in Italien und findet - wie seine Vorgänger auch - er habe den Beweis erbracht: Es gibt ihn, den G-Punkt! Dieser spezielle Punkt sei im oberen, inneren Teil der Vagina fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt und ist übrigens benannt nach dem deutschen Doktor Gräfenberg, der schon Ende der 40er Jahre als erster meinte, ihn gefunden zu haben, den erogenen Hotspot der Frau. Seitdem hält man an dem Glauben fest, es gäbe diesen einen Knopf, der bei seiner Stimulation frau so erregt, dass sie endlich das gleiche erfüllte Sex-Leben hat, wie ihr Partner auch.

Dr. Jannini meint übrigens, dass es den G-Punkt nicht bei jeder Frau gäbe. So hat er ihn nämlich gefunden: 20 Frauen befragte er nach vaginalen Orgasmen. Neun sagten, sie hätten einen, der Rest verneinte. Danach machte Jannini Ultraschalluntersuchungen und stellte Gewebeunterschiede bei beiden Gruppen fest. Schade eigentlich, dass ihn nicht jede Frau hat! Denn jetzt kommt ein neuer Trend aus den USA: die Unterspritzung der besagten Stelle. In Deutschland macht das bisher nur ein Arzt,  Prof. Dr. Stefan Gress, seines Zeichens Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie.

Gress arbeitet entweder mit Hyaluronsäure, für Frauen, die das Ganze erstmal testen wollen - denn diese Substanz, mit der auch Falten unterspritzt werden, baut sich nach einem halben bis dreiviertel Jahr wieder ab. Oder die Stelle wird gleich mit Eigenfett zum doppelten Volumen aufgepumpt, das hält dann ein Leben lang.

Mit 1.100 bis 2.300 Euro ist der kleine Eingriff kein billiges Vergnügen, dafür ein so gut wie schmerzfreies, denn zuvor wird lokal betäubt. Die älteste Patientin in Dr. Gress Klinik Sensualmedics in München war 64 und höchst zufrieden mit dem Resultat.

Mittlerweile machen auch Gatten die sogenannte G-Punkt Intensivierung ihren Frauen zum Geschenk. Sie müssen allerdings drei Tage warten, bis sie ihrerseits der Liebsten erneut Lust verschaffen können - so lange besteht die Gefahr einer Infektion und das Risiko, dass die Flüssigkeit wieder austritt.

Gress ist übrigens davon überzeugt, dass jede Frau einen G-Punkt hat - auch, wenn er den Jannini-Beweis in seinen Info-Broschüren anführt. Seine Erfolgsquote liege bei 70 Prozent, allerdings - so gibt er zu bedenken - ist der Profit von Frau zu Frau unterschiedlich. Sexualität wird schlicht verschieden empfunden und hat nicht nur etwas mit der Physis, sondern - wie wir ja alle wissen – viel mit der Psyche zu tun.

Mehr Infos: www.sensualmedics.com

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