„Ich brauche immer Sex!“ – Das Leben einer Nymphomanin

Dienstag, 26.07.2016

Nymphomanie: Ein Begriff so weitläufig, wie seine Bedeutung. Lange glaubte man, jemand mit dieser Persönlichkeitsstörung sei nur sexsüchtig. Was aber wirklich dahintersteckt und wie eine Frau zur Nymphomanin wird, erklären wir dir hier.

Eine Frau, die immer Sex haben will: Ist das nicht der feuchte Traum aller Männer? Dass Nymphomanie eine ernstzunehmende Krankheit ist, wissen die wenigsten. Doch zuerst einmal wollen wir euch hier einige wissenswerte Facts dazu näherbringen.

Begriffsklärung von Nymphomanie

„Nymphomanie“ setzt sich aus den altgriechischen Worten „nymphe“ (dt.: Braut) und „mania“ (dt.: Wahnsinn) zusammen. Bei Männern nennt man das gesteigerte Verlangen nach Sex Satyriasis oder Don-Juan-Komplex.

Diese Bezeichnung verwendet man jedoch meist nur im Zusammenhang mit Promiskuität, also häufigem Partnerwechsel. Das Problem dabei besteht darin, dass nicht genau festgelegt werden kann, wann ein Sexualtrieb „normal“ und wann er „gesteigert“ ist.

Außerdem verwendet man heutzutage eher die Begriffe Klitoromanie (bei Frauen), Erotomanie (geschlechtsneutral) oder ganz einfach Sexsucht, da diese auch weniger negativ behaftet sind.

Was ist Nymphomanie genau?

Der Wortteil „Manie“ bezeichnet ein krampfhaftes Verhalten, dem die Betroffenen unterworfen sind. Echte Nymphomaninnen sind ständig auf der Suche nach sexueller Befriedigung, haben aber oft das Problem, diese nicht zu erlangen, also keinen Höhepunkt zu erleben.

Außerdem leiden Frauen, die von Nymphomanie betroffen sind, oft unter Depressionen, haben Minderwertigkeitskomplexe und haben Angst vor Nähe, was in eine Angst vor ernsthaften Beziehungen resultiert.

Der Drang nach Geschlechtsverkehr bestimmt ihr Leben, denn je nach Stärke der Manie müssen Betroffene oft mehrmals täglich Sex haben, um sich überhaupt auf andere Dinge konzentrieren zu können. Wie bei Alkoholsüchtigen haben sie dann Entzugserscheinungen, wie Zittern und starkes Schwitzen.

Wie wird man zu Nymphomanin?

Wie bei den meisten anderen Süchten auch, geht die Ausprägung einer Sexsucht schleichend von statten, zeigt sich oft erst sehr spät, beziehungsweise wird einfach nicht als solche erkannt.

Es wird vermutet, dass auch frühkindliche Erfahrungen, Veranlagung und sonstige Traumata zur Nymphomanie beitragen.

Wen es interessiert, wie eine Nymphomanie sich entwickeln kann und was diese Krankheit ausmacht, der sollte sich den Film Nymph()maniac ansehen. Darin erzählt eine Nymphomanin von ihrem Leben und welche Schwierigkeiten sie darin meistern musste.

Wie wird Nymphomanie therapiert?

Die psychotherapeutische Behandlung besteht meist darin, dass dem Patienten ein besseres Selbstwertgefühl vermittelt werden soll, sowie eine ausgiebige Auseinandersetzung mit dem Familienleben und auch den bisherigen Sexualpartnern.

Die bessere Beziehung mit sich selber soll auch eine liebevolle Beziehung zu einem Partner ermöglichen. Eine derartige Therapie der Nymphomanie dauert oft Jahre, soll aber langfristige Heilung bewirken.

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