Geburt: Alle Infos zur Entbindung

Mittwoch, 05.06.2013 Alexandra Kirschner

Wenn der Babybauch längst kugelrund ist und der Geburtstermin in greifbare Nähe rückt, wird es höchste Zeit, die bevorstehende Geburt zu planen: Wo und wie soll das Baby entbunden werden?

Es dauert durchschnittlich 267 Tage bis es passiert: Die Blase springt oder Wehen setzen ein. Neun aufregende Schwangerschaftsmonate neigen sich damit ihrem Ende zu, die Geburt steht nun unmittelbar bevor. Wie lang die Entbindung dauern wird und wie sie verläuft, lässt sich leider nicht vorhersagen. Andere Punkte allerdings können – sofern eine Spontangeburt wahrscheinlich ist – nach den Wünschen der werdenden Eltern vorab geplant werden.

Wo: Geburtshaus, Klinik oder Hausgeburt

Frage Nummer eins: Wo soll das Baby entbunden werden? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die allermeisten Frauen entscheiden sich für eine Geburt im Krankenhaus unter der Aufsicht einer Hebamme und eines Arztes.

Einige Kliniken bieten zudem Hebammenkreißsäle an: Nur im Falle von Komplikationen wird hier ein Arzt hinzugezogen. Die Vorteile einer Klinikgeburt liegen vor allem in der Sicherheit für Mutter und Kind. Dank technischer Ausrüstung und medizinischem Personal ist für Notfälle vorgesorgt. Der Nachteil: Die Sterilität und Anonymität vieler Kliniken, die fremden Gesichter und Mehrbettzimmer sorgen nicht gerade für eine Wohlfühlatmosphäre.  

Persönlicher geht es im Geburtshaus zu, das meist von Hebammen geführt wird. In der Regel kennen die werdenden Eltern ihre Hebamme bereits und die Atmosphäre ist angenehm. Vor allem für Frauen, die Wert auf eine möglichst natürliche Geburt legen und ambulant entbinden möchten, könnte ein Geburtshaus interessant sein. Nachteil: Die technische Ausrichtung ist reduziert, ein Arzt ist für den Notfall nicht vor Ort. Allerdings befinden sich viele Geburtshäuser aus diesem Grund in der Nähe einer Klinik.

Die dritte Geburtsvariante ist die Hausgeburt. Hier ist eine Hebamme in der eigenen Wohnung anwesend, um die Geburt zu begleiten. Pluspunkt: Die vertraute Umgebung. Minuspunkt: Im Notfall fehlen medizinische Geräte und ein Arzt. Zudem beschränken sich die Geburtsvarianten auf eine Entbindung im Bett, da Gebärwanne und dergleichen fehlen.

Wie: Gebärwanne, Pezziball, Gebärhocker & Co.

Ist die Wahl auf einen Geburtsort gefallen, bleibt noch die Frage nach dem Wie. Geburtshäuser und Kliniken bieten mittlerweile zahlreiche Varianten für die spontane Geburt an. Die meisten Frauen wählen zwar noch immer ganz klassisch das Bett zur Entbindung, immer beliebter wird jedoch auch die Gebärwanne. Das lauwarme Wasser wirkt entspannend, entlastet vom Gewicht des Bauchs und kann so schmerzlindernd wirken. Ob das Kind tatsächlich per Wassergeburt zur Welt kommt oder die Wanne vorher verlassen wird, hängt von den Wünschen der Mutter und medizinischen Gründen ab.

Andere Frauen nutzen den Gebärhocker oder -stuhl zur Entbindung. Hier schreitet die Geburt oft schneller voran, unter anderem weil die Vorteile der Schwerkraft ausgenutzt werden. Die meisten modernen Kreißsäle verfügen außerdem über Romaräder, Pezzibälle, Haltetücher und Sprossenwände, die Frauen nutzen können, um die Geburt voranzutreiben und die für sie passende Gebärvariante zu finden.

Gebärpositionen während der Geburt

Ein Bett ist zum Liegen da? Nicht unbedingt! Während der Geburt können Frauen die für sie angenehmste Gebärposition einnehmen – gleich ob sie sich für eine Entbindung im Bett, der Wanne oder an der Sprossenwand entscheiden. Trotzdem wählen viele Frauen noch immer die klassische Rückenlage beziehungsweise die seitliche Rückenlage. Möglich ist jedoch auch der Vierfüßlerstand, der zwar eine größere körperliche Anstrengung bedeutet, aber zugleich das Ausatmen der Wehen erleichtern kann. Zudem können Frauen die Schwerkraft nutzen, um ihre Geburt zu beschleunigen, indem sie sitzen, stehen, knien oder hocken. 

 

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Reportage Geburt: Countdown im Kreißsaal

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