Eifersucht in der Partnerschaft: Emotional betrogen!

Donnerstag, 25.03.2010

Biologisch gelten eigentlich Männer als das eifersüchtigere Geschlecht, weil sie sich nie ganz sicher sein können, ob ihr Nachwuchs auch von ihnen stammt. Nun weist eine neue Studie darauf hin, dass Frauen schneller eifersüchtig werden. Wie passt das zusammen?

Hintergeht er mich? Wenn Frauen dies vermuten, schrillen bei ihnen die Alarmglocken früher und lauter als bei Männern. Das hat eine psychologische Studie der Humboldt-Universität Berlin gezeigt.

Fragebogen zu Untreue-Situationen

In dem Versuch unter der Leitung des Psychologen Jens Asendorpf wurden die insgesamt 284 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren gebeten, ihre Einschätzungen zu sechs verschiedenen Partnerschafts-Situationen abzugeben, in denen es jedes Mal um Untreue in verschiedenen Formen ging.

Einmal mussten die Versuchspersonen unter Zeitdruck eine Antwortmöglichkeit ankreuzen, dann sollten sie sich Zeit lassen und sich das jeweilige Szenario ausgiebig vorstellen.

In die Studien-Auswertung flossen anschließend nicht nur die Antworten ein, sondern auch die Zeitspanne, in der das jeweilige Betrugs-Szenario beurteilt wurde.

Emotionale Untreue macht Frauen Angst
Ergebnis der Studie: Wenn sie bei ihrem Partner emotionale Untreue vermuten - egal, ob es dabei um einen handfesten Flirt oder nur um eine platonische Freundschaft geht - sind Frauen viel stärker verunsichert und reagieren schneller eifersüchtig als Männer. Interessant: Geht es allein um sexuelle Untreue, so unterscheidet sich der Grad der Eifersucht beider Geschlechtern kaum.

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Unter "emotionaler Untreue" verstehen die Wissenschaftler, dass eine Person einem anderen Menschen mehr Aufmerksamkeit, Vertrauen und Freundschaft schenkt, als ihrem Partner.

Eifersucht als "Vitaminspritze" für die Beziehung?

Die Forscher erklären sich die schnellere und heftigere Reaktion der Frauen damit, dass der Partner in einer solchen Situation wichtige "Ressourcen" hinterzieht.

Während für Männer die sexuelle Treue im Vordergrund steht, ist Frauen emotionale Exklusivität mindestens genauso wichtig.

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Ein Eifersuchts-Ausbruch könne in diesem Fall manchmal eine Art "Vitaminspritze" für die Beziehung sein, berichtet die Zeitschrift "Apotheken Umschau": Nach Aussage des Psychologen Mathias Jung von der "Gesellschaft für Gesundheitsberatung" in Lahnstein ist Eifersucht prinzipiell eine gesunde Reaktion zur Selbstbehauptung.

Bei Kontrollsucht hilft eine Verhaltenstherapie

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"Frauen beherrschen es besser als Männer, Aufmerksamkeit einzufordern", weiß der Experte. Schlage Eifersucht aber in Aggression um und diktierten Angst und Kontrolle die Beziehung, sei es an der Zeit, sich professionelle Hilfe zu suchen, so Jung. Eine klassische Verhaltenstherapie könne in diesem Fall weiterhelfen.

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Er trifft sich lieber mit seiner besten Freundin als mit ihr? Da ist Eifersucht vorprogrammiert - auch wenn's nicht um Sex geht.

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