Verhütungsmittel Teil II: Die Spirale - Dauerhaft verhüten

Mittwoch, 29.01.2014

Die Spirale gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt. Einmal in die Gebärmutter eingesetzt, soll sie ein sorgenfreies Sexleben garantieren. Wir erklären die Vor-und Nachteile.

fem.com erklärt, welche Vor-und Nachteile die Verhütung mit der Spirale birgt und mit welchen Kosten Anwenderinnen zu rechnen haben.

Vorteile der Verhütungsmethode

Die Spirale ist besonders für Frauen geeignet, die Mühe haben, jeden Tag an Verhütung zu denken. Sofern die Spirale gut vertragen wird, kann sie problemlos fünf Jahre im Körper bleiben - und ist dadurch gerade für Frauen attraktiv, die auch auf längere Sicht keinen Nachwuchs planen. Zudem liegt der Pearl-Index - er beziffert die Sicherheit von Verhütungsmitteln - bei der Kupferspirale zwischen 0,9 und 3, bei der Hormonspirale sogar bei nur 0,16. Zum Vergleich: Die Antibabypille gilt mit einem Pearl Index von 0,1 bis 0,9 als das sicherste Verhütungsmittel der Welt.

Ein weiterer Vorteil: Wer mit der Kupferspirale verhütet, belastet seinen Körper nicht mit Hormonen und beeinträchtigt damit auch seinen natürlichen Zyklus nicht. Somit ist die Kupferspirale auch für Frauen geeignet, die aufgrund von gesundheitlichen Problemen keine Hormone zu sich nehmen dürfen.

Nachteile und Risiken der Spirale

In den ersten drei bis sechs Monaten nach Einsetzen der Spirale können Regelschmerzen und starke Monatsblutungen auftreten. Möglicherweise ist dann die Spirale verrutscht und muss vom Frauenarzt wieder richtig positioniert werden. Eine weitere mögliche Ursache: Der Körper hat die Spirale abgestoßen - das geschieht vermehrt in den ersten beiden Anwendungsmonaten. In jedem Fall ist es ratsam, den Frauenarzt zu konsultieren und den Grund abzuklären.

Besonders junge Frauen leiden mitunter unter Schmerzen im Beckenraum. Entzündungen in diesem Bereich können auftreten, wenn die Sexualpartner häufiger gewechselt werden, wodurch ein erhöhtes Risiko für Infektionen wie etwa Chlamydien besteht. Das Risiko für Beckenraumentzündungen lässt sich jedoch bereits vor Einsetzen der Spirale minimieren, indem Infektionen am Muttermund ausgeschlossen bzw. behandelt werden. Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet grundsätzlich nur das Kondom.

Schwanger trotz Spirale?

Zwar gilt die Spirale bei korrekter Anwendung als besonders sicheres Verhütungsmittel, sollte dennoch eine Schwangerschaft vorliegen, sollte der Gynäkologe möglichst zeitnah aufgesucht werden. Er kann auch feststellen, ob es sich um eine Eileiterschwangerschaft handelt, die durch eine Spirale begünstigt wird.

Bei einer regulären Schwangerschaft muss die Spirale - um Infektionen vorzubeugen - gezogen werden. Dabei kommt es mit einer zwanzigprozentigen Wahrscheinlichkeit zu einer Fehlgeburt. Das Risiko erhöht sich allerdings, wenn die Spirale nicht rechtzeitig entfernt wird.

Kosten der Spirale

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Einsetzen der Spirale bei Frauen bis zum 20. Lebensjahr. Alle anderen Patientinnen müssen sie selbst tragen. Die Spirale beläuft sich - abhängig vom Modell - auf einen Betrag zwischen 30 und 85 Euro, das ärztliche Honorar für das Einsetzen liegt zwischen 120 und 300 Euro. Zwar wird die erste Lagekontrolle mit Ultraschall noch von der Krankenkasse übernommen, nicht aber die nachfolgenden. Somit ist die Spirale eine vergleichsweise kostspielige Verhütungsmethode, rechnet sich aber über eine längere Anwendungsdauer: Wer die Spirale mindestens drei Jahre als Verhütungsmittel nutzt, kann im Vergleich zur Antibabypille Geld sparen.

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29.01.2014 17:27
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