Die Spirale: Verhütungsmittel Teil I - Beständiger Schutz

Freitag, 06.09.2013

Die Spirale gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt. Einmal in die Gebärmutter eingesetzt, soll sie ein sorgenfreies Sexleben garantieren. Wir erklären die Vor-und Nachteile.

Hoher Schutz bei geringem Aufwand: Die Spirale, im Fachjargon als Intrauterinpessar bezeichnet, wird einmal vom Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt und schützt, auch auf lange Sicht, effektiv vor einer Schwangerschaft. Doch für wen ist sie geeignet? Und welche Nebenwirkungen gibt es? Wir erklären, was für und was gegen die Verhütungsmethode spricht.

Aufbau und Wirkung der Spirale

Es gibt zwei verschiedene Arten der Spirale – gemeinsam haben beide den Aufbau: Sie bestehen aus einem T-förmigen, etwa drei Zentimeter großen Kunststoffstäbchen. Sie unterscheiden sich aber in ihrem restlichen Aussehen - und besonders in ihrer Wirkung.

Die Kupferspirale

Bei der Kupferspirale ist das kleine Kunststoffstäbchen mit Kupferdraht umwickelt. Über die genaue Wirkweise des Verhütungsmittels sind sich Experten bislang im Unklaren, vermuten den Grund für den Empfängnisschutz aber in den im Stäbchen enthaltenen Kupferionen. Diese sollen toxisch auf eindringende Spermien wirken und deren Beweglichkeit, Lebensdauer und Orientierungssinn minimieren. Zudem verändert das Kupfer den Schleim im Gebärmutterhals und das Sekret von Gebärmutter und Eileitern, wodurch einer Einnistung der Eizelle entgegengewirkt wird.

Die Hormonspirale

Die Hormonspirale hingegen besitzt statt des Kupferdrahtes ein kleines Depot für das Hormon Gestagen Levonorgestrel, welches in gleichmäßigen Mengen abgegeben wird, um den Empfängnisschutz zu gewährleisten. Viele Antibabypillen schützen mit demselben Wirkstoff erfolgreich vor einer Schwangerschaft, im Falle der Hormonspirale fällt die Dosis jedoch wesentlich geringer aus, da sie direkt im Uterus der Frau freigesetzt wird.

Anwendung des Verhütungsmittels

 

Die Spirale wird während der gynäkologischen Untersuchung durch den Muttermund in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort - bei guter Veträglichkeit - bis zu fünf Jahre verbleiben. Ein geeigneter Zeitpunkt für die Einsetzung ist der 2. bis 5. Zyklustag der Regelblutung, da der Muttermund in diesem Zeitraum weiter geöffnet, was das Einsetzen der Spirale erheblich erleichtert. Ungeachtet dessen, kann die Prozedur - besonders bei Frauen, die noch kein Kind zu Welt gebracht haben - mit Schmerzen verbunden sein.

Anwenderinnen können den Sitz der Spirale leicht selbst überprüfen, indem sie das an der Spirale angebrachte Kontrollbändchen, das zwei Zentimeter aus dem Muttermund in die die Scheide hineinreicht, ertasten. Ihr Frauenarzt kontrolliert bei einer halbjährigen Ultraschalluntersuchung außerdem die Funktionalität der Spirale.

Hier geht´s weiter zu Teil II: Alles über die Vor-und Nachteile der Spirale

Hier geht’s zum Google+ Profil von fem Gesundheit Google+

Alles über die Spirale

10 Sekunden bis zum nächsten Video Stop Nochmal abspielen

Weitere Artikel

article
19059
Die Spirale: Verhütungsmittel Teil I - Beständiger Schutz
Die Spirale: Verhütungsmittel Teil I - Beständiger Schutz
Die Spirale gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt. Einmal in die Gebärmutter eingesetzt, soll sie ein sorgenfreies Sexleben garant...
http://www.fem.com/liebe-lust/artikel/die-spirale-verhuetungsmittel-bestaendiger-schutz
06.09.2013 10:12
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/liebe-lust/artikel/die-spirale-verhuetungsmittel-bestaendiger-schutz/363018-1-ger-DE/die-spirale-verhuetungsmittel-bestaendiger-schutz_contentgrid.jpg
Liebe & Lust

Kommentare