Coaching: Beziehungstipps – 5 Tipps: Fest der Liebe

Gerade an Weihnachten streiten Paare oft, nach den Feiertagen verzeichnen Scheidungsanwälte regen Zulauf. Wir haben eine Expertin um Rat gebeten.


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Unsere Expertin: Gabriela Friedrich lebt und arbeitet in Hamburg. Als Mentalcoach ist sie Spezialistin für die gezielte Selbststeuerung von Gefühlen, Gedanken und unbewussten Konditionierungen. Wir haben Sie nach Tipps gegen weihnachtlichen Beziehungsstress gefragt (www.gabriela-friedrich.de).
Die Gründe für die Eskalation in Beziehungen sind zur Weihnachtszeit vielfältig. Die Erwartungen an ein perfektes Event sind hoch, durch den Vorbereitungsstress liegen die Nerven blank, hinzu kommt der Druck, mit Verwandten, die man noch nie leiden konnte, gefälligst eine harmonische Weihnacht zu verbringen, und dann liegt auch noch das falsche Geschenk unter dem Baum. Und plötzlich entladen sich die vielen unausgesprochenen Probleme, die sich über das Jahr angehäuft haben, unter dem Weihnachtsbaum. Was tun, um diese Dramen zu verhindern und harmonische Festtage zu genießen?
1. Mentaler und emotionaler Weihnachtshausputz

Ein Großteil des Weihnachtszündstoffs sitzt im Kopf, denn ob jemand die Weihnachtszeit entspannt erleben kann oder sie mit Streit und Stress verbindet, liegt an seinen individuellen Erfahrungen und Prägungen, die vielfach in der Kindheit entstanden sind. Wie lassen sich diese inneren Muster ändern? Der erste und entscheidende Schritt ist sie sich bewusst zu machen. Deshalb unser Tipp: Schreiben Sie auf, welche Erinnerungen, Gefühle, Erwartungen, Vorbilder und Überzeugungen Sie mit Weihnachten verbinden. Im zweiten Schritt können Sie entscheiden, diesen Ballast loszulassen.
2. Mein Weihnachten – Dein Weihnachten – unser Weihnachten

Nachdem Sie sich mit Ihren Weihnachtskonditionierungen beschäftigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Partner über seine Erfahrungen und seine Einstellung zu Weihnachten. Erst wenn Sie wissen, welche emotionale Bedeutung bestimmte Weihnachtsrituale oder Abläufe für Sie beide haben, können Sie daran gehen das Fest so zu planen, wie es Ihnen beiden gefällt und gut tut.
3. Stress raus, Freude rein

Wie wäre es mit einem Brainstorming für eine freudvolle Weihnachtszeit? Haben Sie den Mut, sich von Weihnachtsgewohnheiten zu verabschieden, die schon in den vergangenen Jahren für Stress gesorgt haben. Vielleicht möchten Sie lieber verreisen, statt quer durch die Republik zu fahren und Ihre Familien zu besuchen. Überlegen Sie auch, welche Vorbereitungen sich vereinfachen lassen, so dass Sie entspannter sind und die eingesparte Zeit für gemeinsame Unternehmungen nutzen können. Im Schnee spazieren zu gehen, ist für die Liebe viel besser als hektische Geschenkejagd. Und Ihre Geschenke können Sie ganz gemütlich vom Sofa aus im Internet besorgen. Beim Weihnachtsessen können Sie ähnlich verfahren: Statt sich stundenlang in der Küche für ein mehrgängiges Menü abzurackern und am Ende erschöpft zu sein, wählen Sie lieber Gerichte, die schnell und einfach sind; harmonische Stunden miteinander sind so viel mehr wert als kulinarische Traditionen.
4. Emotionaler Liebeshausputz
Unausgesprochene Konflikte im Liebesleben, die das ganze Jahr über vor sich hingären, entladen sich Weihnachten häufig mit großer Wucht. Das lässt sich verhindern, indem man schon vorher mit dem Partner spricht. Ziel des Gespräches ist es, den inneren Druck zu senken, indem die Themen endlich einmal auf den Tisch kommen. Es reicht völlig, bei solch einer Aussprache zu beschließen, sich nach den Weihnachtstagen in Ruhe gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Alleine schon diese kleine Maßnahme reduziert die Sprengkraft der Konflikte dramatisch.
5. Schenken mit Freude
Das Konfliktpotential von Weihnachtsgeschenken ist beträchtlich. Insbesondere Frauen sind immer wieder enttäuscht von dem, was ihr Partner ihnen unter den Baum legt. Wenn Ihr Partner auch zu den Geschenktollpatschen gehört, beugen Sie vor. Statten Sie ihn rechtzeitig mit Ihrem Wunschzettel aus. Er freut sich, weil es ihm das Leben leichter macht, und Sie müssen sich nicht über Katastrophengeschenke zu ärgern. Ja, das klingt unromantisch, aber es ist besser als Streit und Tränen. Noch besser ist allerdings, wenn Sie sich für ein gemeinsames Geschenk entscheiden, das Ihnen ein schönes, verbindendes Erlebnis beschert: Eine Wochenendreise in ein Romantikhotel oder einen Kurs für ein Hobby, das Sie beide begeistert.



Text: Gabriela Friedrich

Wie wäre es mit einem Brainstorming für eine freudvolle Weihnachtszeit? Haben Sie den Mut sich von Weihnachtsgewohnheiten zu verabschieden, die schon in den vergangenen Jahren für Stress gesorgt haben.

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19.12.2012 08:50
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