Beziehungskiller: Klammern Die Kunst des Loslassens

Dienstag, 18.09.2012

"Ich brauche meine Freiheit", sagen viele Männer, drehen sich um und sind weg. Den meisten ist die Enge der Beziehung zu viel geworden. Doch ab wann wird Frau eigentlich zum Klammeräffchen?

Am Anfang einer Beziehung will man sich am liebsten Tag und Nacht sehen und sich nicht mehr aus den Augen bzw. aus dem Bett lassen. Die Hormone spielen verrückt und die Schmetterlinge im Bauch übernehmen die Kontrolle. Soweit alles ganz normal. Doch spätestens wenn die berühmte erste Verliebtheit der alltagstauglicheren Gewohnheit weichen will, sollten Partner in der Lage sein, ihre Leben auch wieder unabhängiger voneinander zu gestalten. Dreht sich aber alles nur noch um den Liebsten, so dass man sich seine Freizeit, sein Wochenende oder gar sein Leben gar nicht mehr ohne vorstellen kann, sollte man sich hinterfragen. Geht es am Ende gar nicht um den anderen, sondern vielmehr darum, eine innere Leere zu füllen?

Das Verhältnis von Liebe und Nähe

Viele meinen, das gesunde Bedürfnis, dem anderen seine Zuneigung und Liebe zu zeigen, hänge unabdingbar mit dem eigenen Wunsch zusammen, ständig vom anderen umgeben sein zu müssen. Beides sind jedoch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Liebe drückt sich nämlich nicht unbedingt durch ständige Anwesenheit und extreme Nähe aus. Psychologen sind sich vielmehr einig, dass zu viel Nähe der Beziehung schadet. Viele Beziehungen scheitern sogar daran, dass sich ein Partner zu eingeengt und bedrängt fühlt. Der Grund: ihm oder ihr fehlt die Freiheit, die eigene Persönlichkeit mit all ihren Interessen zu entfalten.

Gründe fürs Klammern

Laut Experten hat ständiges Klammern seinen Ursprung in fehlender Selbstständigkeit. Nicht selten hat ein "Klammeraffe" diese nämlich selbst noch nie erlebt, weil er oder sie sich womöglich noch gar nicht vom Elternhaus abgenabelt hat. Verlustängste und Unsicherheit können aber ebenfalls dazu beitragen, dass man sich vom Partner abhängig macht und ihn zum Dreh- und Angelpunkt seines Lebens erklärt. Leider ist genau diese Abhängigkeit für den bedrängten Partner alles andere als attraktiv. Sie treibt ihn eher in die Flucht.

Was tun?

In einer Partnerschaft, in der ein Partner unter einer solchen Situation leidet, sollte der klammernde Partner natürlich auf sein einengendes Verhalten aufmerksam gemacht werden. Dann sollte vorsichtig nach einer Lösung gesucht werden. Einem gesunden Nähebedürfnis sollte man zwar auch zukünftig nachgeben, allerdings gilt es zu versuchen, die Beziehung für neue Erlebnisse und Menschen zu öffnen. Öfter etwas gemeinsam mit Freunden zu unternehmen, erweitert den Blickwinkel und lenkt den Fokus vom Partner ab.

Zufriedenheit mit sich selbst

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Das große Ziel für den Klammernden sollte es sein, selbstständiger zu werden und (wieder) eigene Interessen und Hobbys zu verfolgen, um den Partner auch mal loslassen zu können. Die wichtigste Frage, die sich ein "Klammeraffe" stellen muss, lautet: "Bin ich mit meinem eigenen Leben so zufrieden, dass es auch ohne meinen Partner noch Sinn macht?"

Ein selbstbewusster, glücklicher Mensch ist nämlich besser in der Lage, ausgeglichen zu handeln. Liebe braucht eben auch Luft zum Atmen und die bekommt sie nur, wenn beide Partner unabhängige Individuen bleiben, die einander lieben und sich auf Augenhöhe begegnen können.

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Klammertier: An diesen 6 Zeichen erkennen Sie, dass Sie ihn einengen!

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