Was ist Hyperventilation?

Angstatmung

Wenn sich Gefühle wie Angst und Wut auch im Körper breit machen, wirkt sich dies bei vielen Menschen auf die Atmung aus. Bei manchen kommt es zur Hyperventilation. Doch was passiert da eigentlich?

Akuter Stress und große Aufregung wirken sich auf jeden Menschen anders aus. Die Atmung ist nur einer von vielen Leidtragenden, kann in Ausnahmesituationen durch Hyperventilation aber so gravierend gestört werden, dass es zu Schwindel und Taubheitsgefühlen führt.

Symptome

Weil sich ihre Muskeln im Brustbereich so sehr anspannen, haben Betroffene oft das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Sie geraten aufgrund des Beklemmungsgefühls in Panik, beginnen besonders tief über die Brustmuskulatur zu atmen und werden dabei immer schneller. Bei dieser heftigen, in Stößen erfolgenden Atmung wird der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt als er eigentlich benötigt. Es kommt zu einer Überatmung, die das Blut übersäuern lässt und Auswirkungen auf die Durchblutung hat. Die Lippen, Hände und Füße kribbeln, zittern oder werden taub. Das Gehirn reagiert mit Kopfschmerzen und Schwindel, der auch zur Ohnmacht führen kann. Da der Stoffwechsel durch die gesteigerte Atemtätigkeit gestört wird, verkrampfen sich oft zahlreiche Muskelpartien. In manchen Fällen sind vor allem die Hände betroffen, so dass es zu einer sogenannten "Pfötchenstellung" kommt.

Ursachen


Für gewöhnlich hat die Hyperventilation psychische Ursachen. Sie tritt vor allem bei starken Belastungen, Stress, großer Erregung und Panik auf. Es kommt jedoch auch vor, dass diese Form der Überreaktion eine Folge körperlicher Erkrankungen ist, z.B. Hirntumoren, Hirnentzündungen, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Elektrolytstörungen, Vergiftungen und Infektionskrankheiten. Wer schon bei geringen Anlässen mit einer Hyperventilation reagiert, bei dem könnte das Reaktionsmuster zu einer chronischen Störung werden.

Was kann man tun?

Das Wichtigste ist, die betroffene Person zu beruhigen und zu versuchen, durch Anweisungen auf ihre Atmung Einfluss zu nehmen. Der Betroffene sollte sich auf seine Atmung konzentrieren, durch den geöffneten Mund einatmen und durch die Nase ganz langsam wieder ausatmen. Eine Papiertüte oder eine Atemmaske können dabei helfen: einfach über Mund und Nase stülpen, in die Tüte ausatmen und wieder einatmen. Anstatt neuem Sauerstoff wird auf diese Weise Kohlendioxyd eingeatmet, so dass sich die Kohlendioxyd-Konzentration im Blut wieder normalisiert und die Atmung langsamer wird. Zur Not kann man übrigens auch in eine gewölbte Handfläche atmen.

Falls eine Panikattacke der Auslöser der Hyperventilation gewesen sein sollte oder sich ein chronisches Problem entwickelt hat, sind eine psychotherapeutische Behandlung und das Erlernen von Entspannungstechniken (z.B. Yoga, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) ratsam. Grundsätzlich gilt jedoch: Hyperventilation ist nicht gefährlich und schadet dem Körper nicht dauerhaft. Mit der Normalisierung der Atmung klingen die Symptome nach wenigen Minuten wieder ab.

10.01.2013 - 09:48

 


Weitere Artikel:
Tags:
Gesundheit, Atmung
   
     

Kommentare

   
Wenn sich Gefühle wie Angst und Wut auch im Körper breit machen, wirkt sich dies bei vielen Menschen auf die Atmung aus. Bei manchen kommt es zur Hyperventilation. Doch was passiert da eigentlich?

Stress und Panik können zur Hyperventilation führen. Wer häufig darunter leidet, sollte eine psychotherapeutische Behandlung in Erwägung ziehen und unbedingt eine Entspannungstechnik erlernen.
  Foto: IStockphoto

Anzeige

Kater-Stimmung

Die Nacht war
legendär,
der nächste
Morgen ist es
nicht: 10 Tipps
gegen einen Kater!

Nahrungsergänzung!

Was hilft bei
Eisenmangel?
Wie beugt man
vor? Wie erhält
man die Depots?
Zum Artikel...

Schmerz lass' nach!

Mit diesen
kleinen Tricks
bekommen Sie
Schmerzen
während der
Periode

in den Griff! 10 Tipps

Erholsame Nacht

Viele Frauen
schlafen
nachts ziemlich
schlecht.
Tipps gegen
die Unruhe!

Chaos im Darm

Krämpfe in
Magen und
Darm, aber
auch Atem-
Probleme

können Symptome einer
Weizenallergie sein.

Für das Herz!

So können
Sie sich und
Ihr Herz vor
Kaliummangel
schützen.
Mehr Infos

Rücken-Fit!

Schmerzen
im Rücken?

Damit es so
weit nicht
kommt, haben
wir für Sie 12
Übungen für
den Rücken

Tückische Intimerreger

Sie kommt
zwar recht
häufig vor,
kann aber
trotzdem
sehr gefährlich werden: die
Chlamydien-Infektion.

Jahreshoroskop 2014

Was bringt das
neue Jahr?
fem.com
wagt einen Blick
in die Sterne.
Zum Horoskop...

Kopfschmerzen?

Nein, danke!
Wir wissen,
was schnell
gegen das
Pochen im
Kopf hilft
.
Hier gibt's die 10 Tipps!

Flach und sexy!

Was für ein
Bauch!
Wir
zeigen
Ihnen, wie
Sie mit drei
Punkten einen
sexy Bauch bekommen.
Hier gibt's die Tipps

Hoch die Hanteln!

Lust auf eine
Bikini-Figur?
Mit unseren
Hantelübungen
für zu Hause
dürfte das kein
Problem sein!
Zu den Übungen

Gut gekommen?

Was passiert,
wenn die
Frau zum
Höhepunkt
kommt?
Mehr über den
weiblichen Orgasmus...

Anti-Cellulite!

Straffe, feste
Haut an Po
und Beinen.
Formschöne
Apfel- & Birnen-
Pos!
Zur Massage ...

Gefällt mir!

Sie sind
auch bei
Facebook?
Werden Sie
Fan von
fem.com!