Wirksamkeit von Johanniskraut – Wie wirkt Johanniskraut?

Dienstag, 01.10.2013

Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die schon seit dem Mittelalter bei vielen Krankheiten zum Einsatz kommt. Erfahren Sie, wie wirksam Johanniskraut ist und wann es angewendet wird.

Johanniskraut ist ein verbreitetes Gewächs, das sich hauptsächlich in Europa, Westasien und Nordafrika finden lässt. Aufgrund der Verwendung als Heilpflanze wird es heutzutage landwirtschaftlich angebaut, denn mittlerweile verwenden viele Menschen medizinische Präparate mit Johanniskraut. Johanniskraut wird heutzutage als pflanzliches Arzneimittel gegen vielfältige Erkrankungen angewendet. Hauptsächlich wird die Heilpflanze bei depressiven Verstimmungen und nervöser Unruhe eingesetzt. Selbstverständlich ist die Johanniskraut keine Alternative für hochpotente Psychopharmaka, jedoch wird es häufig als Möglichkeit eines ersten Therapieversuchs bei leichten bis mittelschweren Depressionen angesehen. Die Wirksamkeit ist jedoch umstritten: In verschiedenen klinischen Studien wird eine Wirksamkeit belegt, in anderen Studien jedoch wirkt das Kraut nicht anders ein Placebo.

Johanniskraut: Nichts anderes als ein Placebo?

Laut einer aktuellen Metaanalyse wirkt Johanniskraut noch am besten bei einer sehr leichten Depression, jedoch treten auch viele Nebenwirkungen auf. In Einzelfällen kommt es zu manischen Episoden, auch von Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit und Kopfschmerzen wird berichtet. Eine Analyse aus dem Jahr 2008 wertete verschiedene Studien aus, bei der die Wirkung des Krauts einem Placebo leicht überlegen war. Andere Institute sind der Meinung, dass Johanniskraut auf jeden Fall einen Effekt auf Depressionen hat. Die jetzigen Studien liefern leider kein repräsentatives Ergebnis und es ist momentan auch nicht bekannt, welche Dosis des Krauts optimal ist. Bei schweren Depressionen sollte jedoch unbedingt zu einem anderen Mittel gegriffen werden. Konsultieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, bevor Sie sich selbst mit Johanniskraut behandeln.

Johanniskraut: Vorsicht bei der Einnahme

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Als Hauptwirkstoff von Johanniskraut gilt Hyperforin, ein Wiederaufnahmehemmer von Hormonen. Ähnlich wie synthetische Antidepressiva muss die Heilpflanze erst einige Wochen eingenommen werden, bis eine eventuelle Verbesserung von depressiven Symptomen eintritt. Vorsicht ist bei der Dosierung geboten, denn eine Überdosierung von Johanniskraut kann zu einem Leberversagen führen, außerdem kann das Serotonin-Syndrom auftreten. Symptome hierbei sind Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Muskelzuckungen, Angstzustände und ein starkes Grippegefühl. Auch sollte das Kraut in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Volksmedizinisch wird die Heilpflanze auch bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt, eine Wirksamkeit ist jedoch nicht nachgewiesen.

Johanniskraut ist eine Heilpflanze der besonderen Art: Sie hilft nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen zahlreiche weitere Beschwerden.

Gelbe Blüte, roter Saft, große Wirkung: Johanniskraut hilft nicht nur gegen Depressionen. Als homöopathisches Mittel kommt es auch zum Einsatz bei Durchfall, Unruhe, trockener Haut, Kopfschmerzen, Wunden, Verrenkungen, Bronchitis und vieles mehr!

 

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