Wie Vitamin-D-Mangel behandeln? – Wann Präparate nötig sind

Montag, 05.08.2013

Normalerweise reicht die Versorgung mit Vitamin D über die Nahrung und natürliche Sonneneinstrahlung. Doch wann sollte man Vitamin-D-Mangel mit Präparaten entgegen wirken?
Mit gesunder Vitamin-D-reicher Ernährung und vor allem viel Bewegung im Freien ist Vitamin-D-Mangel meistens kein Problem. Doch was tun, wenn die Sonne einfach nicht scheint?

Menschen in kälteren und gemäßigten Zonen durchleben regelmäßig sonnenarme Jahreszeiten. Ein langer, trüber Winter und dazu noch ein verspäteter Frühling können die Versorgung mit dem wichtigen Vitamin D durchaus hemmen. Um die Komplikationen bei Vitamin-D-Mangel zu verhindern, raten viele Ärzte und Gesundheitsexperten daher zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten als Nahrungsergänzung.

Bekannt ist, dass die meisten Bürger Deutschlands nicht die empfohlene Menge im Blut haben. Besonders alarmierend ist der Mangel bei älteren Menschen. Dabei sind gerade Senioren eine besonders gefährdete Gruppe, die nicht selten an Knochenerkrankungen leidet und sich bei Stürzen Knochenbrüche zuzieht.
Über Vitamin-D-Mangel herrscht noch Unklarheit
Dennoch sind nicht alle Experten einer Meinung. Kritische Stimmen verweisen darauf, dass es keine verlässlichen Studien zur zusätzlichen Einnahme von Präparaten bei Vitamin-D-Mangel gibt. Lediglich für ältere, im Pflegeheim lebende Frauen wurde eine Senkung des Knochenbruchrisikos im Zusammenhang mit der Einnahme beobachtet. Das Vitamin wurde zusammen mit Kalzium verabreicht. Für andere Bevölkerungsgruppen liegen kaum Forschungsergebnisse vor.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung notiert, dass es noch keine Empfehlungen für die Menge an Vitamin D gibt, die zugeführt werden sollte. Für rezeptfrei Präparate existieren derzeit weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene Beschränkungen für den Höchstgehalt. Offensichtlich gibt es noch eine Menge Forschungsbedarf zu diesem Thema.

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Vitamin-D-Mangel sicher vorbeugen
Wer auf natürlichem Wege dem Vitamin-D-Mangel vorbeugt, braucht sich um Überdosierung und Nebenwirkungen keine Gedanken zu machen, denn mit gewöhnlichen Nahrungsmitteln und Sonnenbädern ist dies so gut wie unmöglich. Nur eine andauernde zu hohe Dosierung mit Präparaten könnte ungewünschte Neben- und Wechselwirkungen hervorrufen. Bei einer langzeitigen täglichen Aufnahme von über 100 µg können Nierensteine oder Nierenverkalkung auftreten. Auch Erkrankungen des Lymphsystems sind nicht auszuschließen. Für eine gesundheitlich unbedenkliche Behandlung von Vitamin-D-Mangel sollte daher immer zuerst der Arzt aufgesucht werden. Ergänzende Mittel können sinnvoll sein, aber von einer vorschnellen Einnahme ist abzuraten.

Gerade im Winter leiden viele Menschen unter einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.

Wenn wir gesund und fit bleiben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass wir regelmäßig Vitamine und Nährstoffe zu uns nehmen.

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