Warnung vor glutenfreien Lebensmitteln

Mittwoch, 16.08.2017

Glutenfreie Lebensmittel gibt es inzwischen in fast allen Supermärkten. Die Produkte ohne das Klebereiweiß sind nämlich längst nicht nur bei Menschen mit Zöliakie beliebt. Allerdings lässt ihre Qualität zu wünschen übrig. Die Zeitschrift "Öko-Test" warnt derzeit vor Schadstoffen in glutenfreien Lebensmitteln.  

Laut Angaben der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft, kurz DZG, leidet in Deutschland etwa ein Prozent unter sogenannter Zöliakie. Die Betroffenen vertragen das Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Roggen, Gerste und ähnlichen Getreidearten enthalten ist, nicht und sind somit auf Alternativen angewiesen. Doch wie gut sind glutenfreie Lebensmittel eigentlich? Mit dieser Frage hat sich "Öko-Test" einmal genauer befasst.  

Glutenfreie Lebensmittel im Test

20 glutenfreie Lebensmittel hat "Öko-Test" unter die Lupe genommen. Überprüft wurden unter anderem Mehl, Brot, Nudeln und Haferbrei. Die erfreuliche Nachricht: Rund die Hälfte davon enthielt kaum Schadstoffe und schnitt mit der Note "gut" bis "sehr gut" ab – das ist vor allem bei Nudeln der Fall.

Glutenfreie Produkte wie "Bio-Spirelli" von Alnavit und die "Penne Rigate" von Barilla konnten die Tester überzeugen – aber auch das "Mix it! Universal Mehl" von Schär und die "3-Korn-Waffelbackmischung" von Bauckhof.

50 Prozent der glutenfreien Lebensmittel enthielt Arsen

Anders sah es hingegen bei Reisprodukten aus. Diese enthielten allesamt Spuren von Arsen, welches Studien zufolge das Risiko für Haut-, Lungen-, Leber- und Nierenkrebs erhöht. Pflanzen nehmen Arsen über die Wurzeln aus dem Boden auf. Dort kommt es in bestimmten Erdschichten vor. Dass Reis oft belastet ist, ist schon länger bekannt. Seit 2016 bestehen in der EU daher auch Richtwerte für Arsen in Reis und Reisprodukten.

"Öko-Test" fand auch andere Schadstoffe

Doch damit nicht genug: Neben Arsen in glutenfreien Reisprodukten wurde obendrein Cadmium im "Glutenfree Baguette" von Schnitzer und im "Bio Vollkornbrot" von Alnavit nachgewiesen. Das Schwermetall reichert sich im menschlichen Körper an und kann Nieren- und Knochenschäden verursachen.

Rückstände von Glyphosat fanden die Tester zudem im "Weltmeister Brötchen" von Edeka und im "3 Pauly Treff Bauernbrot". Auch Schimmelpilzgift sowie Mineralölbestandteile wiesen manche glutenfreie Lebensmittel laut "Öko-Test" auf.

Warnung vor glutenfreien Lebensmitteln

Glutenfreie Lebensmittel: "Öko-Test" kommt zu einem erschreckenden Ergebnis.

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16.08.2017 10:13
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